Erneut Erpressungsversuche mit angeblichen Intim-Videos
Geschädigter bezahlt

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Kaiserslautern. Über eine Dating-Plattform hat am Montag ein Mann aus Kaiserslautern im Internet Kontakt zu einer jungen Frau aufgenommen. Im Verlauf eines Video-Chats forderte ihn die leicht bekleidete Frau auf, ihr seinen Penis zu zeigen. Dieser Bitte kam der 46-Jährige nach.

Kurz darauf erhielt er von seiner Chat-Partnerin eine Nachricht. Darin teilte sie ihm mit, dass sie minderjährig sei und das mitgeschnittene Video im Internet veröffentlichen werde. Davon werde sie absehen, wenn er ihr 3.000 Euro über einen Bezahldienst überwiesen habe.

Zunächst weigerte sich der Geschädigte. Nachdem aber weitere Drohungen und Screenshots von ihm im Video bei ihm eingingen, überwies der 46-Jährige schließlich 250 Euro. Der Mann erstattete Anzeige bei der Polizei, die nun ermittelt.

Ein weiterer Erpressungsversuch verlief weniger erfolgreich. Eine 56-Jährige aus Kaiserslautern erhielt am Dienstagmorgen eine E-Mail. Darin wurde sie aufgefordert, 300 US-Dollar in Bitcoins zu bezahlen – andernfalls würde ein Film veröffentlicht, der sie bei der Vornahme sexueller Handlungen an sich selbst zeige. Der Absender gab vor, sich in die Webcam des Computers der Betroffenen eingehackt und unbemerkt die Aufnahmen angefertigt zu haben.

Das Opfer ging nicht auf die Forderung des Erpressers ein und überwies auch kein Geld. Stattdessen erstattete auch sie Anzeige bei der Polizei.

Die Ermittlungen nach dem Absender der erpresserischen E-Mail laufen.

Bereits in der letzten Woche waren ähnliche Fälle im Landkreis Kaiserslautern bekannt geworden.

Die Polizei empfiehlt: Bleiben Sie misstrauisch, wenn Sie solche dubiosen Mails erhalten - und überweisen Sie weder Geld noch Bitcoins, sondern melden Sie sich bei der Polizei! Dann kann überprüft werden, ob Ihr Computer tatsächlich gehackt wurde, oder ob die digitalen Erpresser lediglich versuchen, Sie einzuschüchtern. Unabhängig davon sollten Sie Passwörter Ihres Computers regelmäßig ändern, um vor Hacking-Angriffen besser geschützt zu sein.

Die Präventionsexperten des Programms Polizeiliche Kriminalprävention (ProPK) informieren auf ihren Internetseiten unter www.polizei-beratung.de ausführlich rund um das Thema "Digitale Erpressung". Spezielle Informationen zum Thema "Sextorsion" und "Bitcoin-Erpressung" finden Sie auf den Seiten https://s.rlp.de/i3Kil und https://s.rlp.de/eRXMz(Polizeipräsidium Westpfalz)

Autor:

Ralf Vester aus Kaiserslautern

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