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Warten auf Godoj hat sich gelohnt

In voller Aktion "Lasst uns die Faust erheben - auf die Freiheit"
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Kaiserslautern. Am 29. März war es endlich so weit, die Eintrittskarte schon lange gekauft. Meine lieben Iggelheimer nahmen mich mit zur tollen Konzertlocation Kammgarn nach Kaiserslautern. Der Cotton Club war bereits das sechste Mal Anlaufstation für Thomas Godoj und am heutigen Abend fast ausverkauft. Dieser hatte bereits am Nachmittag traditionsgemäß bei 96.9 Antenne Kaiserslautern, die auch für den Support sorgten, ein kleines Stelldichein. Die „13-Pfeile-Tour“ des aktuellen Albums führt ihn durch ganz Deutschland und eben aus diesem sind viele von weit her schon früh angereist, viele davon aus seiner Heimat, dem Ruhrpott, oder aus Baden-Württemberg. Jedenfalls begegneten mir etliche bekannte Gesichter aus 11 Jahren unvergesslicher Zeiten auf Godoj-Konzerten.

Punkt 20.00 Uhr läutete das Intro von „Keine Option“ unter heftigem Applaus das Erscheinen der Band ein. In diesem Song bezieht er ganz klar Stellung zur Rechten politischen Gesinnung. Ein fetter Einstieg mit Headbanging und das begeisterte Publikum, das mittlerweile zahlreich mit Männern aufwarten kann, ist sofort mit dabei. Diese rockige Schiene fährt er weiter bei „Licht“. Gut bei Stimme und ebenso gut gelaunt verbreitet Thomas Godoj eine phänomenale Stimmung. Er nimmt etwas Tempo bei „Galionsfigur“ heraus, aber nur wenig, rockig sind mittlerweile fast alle Songs. Bei „Gladiatoren“ singen alle inbrünstig mit, schließlich kennt mittlerweile jeder das Album. Nicht alles aus dem neuen Album „13 Pfeile“ steht heute auf der Setlist, sondern auch aus den vorherigen acht Alben kommen richtige Kracher. Die „Liebe zur Sonne“ ist so ein ganz besonderer Song, der niemals fehlen sollte und mir immer ein kleines Déjà-vu bereitet. Beim Klassiker „Dächer einer ganzen Stadt“ singen und hüpfen aber auch alle eifrig mit. Ja, der Herr Godoj hat ein textsicheres Publikum, das auch nach Ende des Liedes weiter singt, was ihn besonders erheitert. Er freut sich auf die nächsten 10 Jahre in Kaiserslautern und gibt mit den Worten „Ihr seit ein zweiter Heimathafen für mich“ gleich die Überleitung zum „Heimathafen“. Alle Hände zeigen nach oben und wiegen sich im Takt mal nach links und mal nach rechts. Thomas ist sichtlich gerührt und bedankt sich mit den Worten „Ihr macht mich unbesiegbar“. Das Lied „Niemandsland“ ist auch schon älter, aber immer wieder hörbar. Er hat Durst, aber anstelle eines guten Pfälzer Tropfens greift er stattdessen rockermäßig zur Bierflasche. Daran müssen wir Pfälzer für das nächste Mal noch arbeiten, geht gar nicht ;-)

„Katharsis“, wieder aus dem aktuellen Album, ist wieder richtig heavy mit Headbanging und begeistertem Applaus. Eines meiner Favoritenlieder „Winterkinder“, handelt von Kindesmissbrauch, singt er mit Inbrunst, weil ihm als Vater dieses Thema sehr am Herzen liegt. Diesen Song hab ich als Video aufgenommen (Anhang). Nach so viel Rock muss es einmal „still“ werden mit dem Song „Meine Welt ist es nicht“, um das Publikum dann gleich wieder mit „Autopilot“ zum Hüpfen, Händeschwingen und Mitsingen zu bringen. „Ein Tag im Leben eines Anderen“ fetzt so richtig während „Lebendig“ wieder eher ruhiger daherkommt. Alle Arme Richtung Decke sind beim Song „Kopf unter kaltes Wasser“ gefordert. „Bester Tag“ reißt alle vom Hocker und zum Albumtitel „Mundwerk“ fängt Thomas Godoj mit der Bandvorstellung an, was auf ein baldiges Konzertende schließen lässt. Er bedankt sich bei Drummer Ollli OZ Schmitz, Bassist Sebastian Heuckmann, an der E-Gitarre Thomas Spindeldreher und last but not least seinem langjährigen treuen Wegbegleiter und ebenfalls E-Gitarristen Sebastian Netz. Alle präsentieren sich während des „Mundwerkes“ als exzellente Solisten. Ganz klar, dass alle Musiker nochmal nach lautstarken Pfiffen und tosendem Applaus auf die Bühne müssen. Die Kammgarn glich einem brodelnden Hexenkessel. Um die Überleitung zu „Freiheit“ zu bekommen, meint er, man solle sowohl sein Gehör durchfiltern als auch unsere Gedanken. Er appelliert an die Menschen, offener zu sein. Auch „Helden gesucht“ ist eine Hymne für die Menschen, die uneigennützig anderen helfen. Zu aller Überraschung wirft er sich mit einem Stagediving in die Menge, aber er weiß, dass er von seinen treuen Fans auf jeden Fall aufgefangen wird. Er tanzt wie ein Derwisch auf der Bühne und ist voll in seinem Element als er das Abschlusslied „So gewollt“ performt. Mit den Worten „Danke Kaiserslautern, ihr wart toll. Das nächste Mal drüben in der großen Halle“ verabschieden sich die Jungs dann endgültig, auch wenn die Zugaberufe nicht enden wollen. Nach zwei Stunden volle Power wird dann noch ein wenig am Merchstand geplaudert, signiert und fotografiert. Das war ein Abend, den ich nicht so schnell vergessen werde! Dankeschön! (mel)

Autor:

Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim

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