Gespräch über Hanns Schimansky
Blick durchs Mikroskop?

Hanns Schimanskys Arbeit ohne Titel von 1990, Tusche, Graphit, Montage | Foto: Hanns Schimansky
  • Hanns Schimanskys Arbeit ohne Titel von 1990, Tusche, Graphit, Montage
  • Foto: Hanns Schimansky
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MPK. „Blick durchs Mikroskop? Zeichnung und Abstraktion“ – so lautet das 20-minütige kostenfreie Online-Gespräch des Museums Pfalzgalerie Kaiserslautern (MPK) am Freitag, 16. Juli, um 12.30 Uhr mit Kurator Dr. Sören Fischer, der sich mit Hanns Schimansky beschäftigt.

Der Künstler mikroskopierte während seines Landwirtschaftsstudiums Pflanzen und deren Zellen. Reflexe auf diese Blicke in eine dem Auge ansonsten verborgene Welt meint man auch in vielen seiner feinen Zeichnungen zu erkennen. In einer Zeichnung von 1990 zum Beispiel umschließt eine ovale Kreisform, die an Vergrößerungen aus der Zellbiologie erinnert, eine Struktur aus unterschiedlich großen Körperchen, vielleicht Chloroplasten, Vakuolen oder Mitochondrien.

Bis in die jüngsten Zeichnungen hinein spielt Schimansky in seinen Liniengebilden in sehr freier Weise mit Zitaten aus der Biologie. So auch dann, wenn er, wie im Blatt von 2006, dünnste Flimmerhärchen oder Geißeln über das Papier bewegt. Dr. Sören Fischer bringt unter anderem die Frage auf den Punkt, ob hier etwas im Fluss ist. Zum Online-Gespräch muss man sich per E-Mail anmelden unter anmeldung@mpk.bv-pfalz.de, um die Zugangsdaten zu erhalten (Mindestteilnehmerzahl: fünf Personen). ps

Autor:

Ralf Vester aus Kaiserslautern

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