Dansenberg zittert sich zum Derbysieg
Bösing und Klier halten den Sieg fest

Sebastian Bösing erzielt einen seiner sechs Treffer.
  • Sebastian Bösing erzielt einen seiner sechs Treffer.
  • Foto: TuS 04 KL-Dansenberg
  • hochgeladen von Michael Holstein

In einem selten hochklassigen, aber zum Ende hin immer spannender werdenden Saar-Pfalz-Derby, gewinnt der TuS 04 Kaiserslautern-Dansenberg bei der HG Saarlouis vor knapp 1200 Zuschauern in der Stadtgartenhalle mit 24:22 (15:11). Nach überragender Anfangsphase, in der nur der Dansenberger Fanblock etwas zu bejubeln hatte, ließen die Schwarz-Weißen die Zügel all zu sorglos schleifen und holten so die aufopferungsvoll kämpfenden Hausherren zurück ins Spiel. Mit Glück und Geschick rettete der TuS den Sieg über die Zeit.

Eine Viertelstunde lang lief es wie am Schnürchen für das Team von TuS-Trainer Steffen Ecker, für den es als ehemaliger Jugendspieler in Saarlouis ein ganz besonderes Spiel war. 2:10 (15.) stand es und wären da nicht schon zu diesem frühen Zeitpunkt ein paar unnötige technische Fehler gewesen, hätte der Vorsprung noch höher ausfallen können. Die Hausherren spielten aber noch deutlich fehlerhafter in dieser Phase und so nutze der TuS die sich bietenden Möglichkeiten eiskalt aus. Selbst beim 5:14 (21.) durch Jan Claussen zeichnete sich keineswegs eine Wende ab, auch wenn die Deckung der Gastgeber nun besser stand und Torhüter Darius Jonczyk nun den ein oder anderen Wurf entschärfen konnte. Mit einem 4:0-Lauf innerhalb von fünf Minuten gestaltete die HGS das Ergebnis freundlicher (9:14, 26.) und verkürzte mit einem durch Max Hartz verwandelten Siebenmeter wenige Sekunden vor dem Pausenpfiff auf 11:15.

Nach dem Seitenwechsel agierte der TuS wieder deutlich organisierter und kontrollierte die Begegnung bis zum 15:21 (41.) durch Nikola Jankovic, der sich nur wenige Minuten später bei einem Zusammenprall mit Torhüter Darius Jonczyk heftig am Knie verletzte und nicht mehr weiter machen konnte. Mehr als elf Minuten blieb der TuS nun ohne Tor. Erst Luca Munzinger beendete mit einer feinen Einzelleistung die Durststrecke und erzielte den 22. Treffer für den TuS. Das war auch bitter nötig, denn die HGS hatte mit der Unterstützung ihrer Zuschauer bis auf ein Tor aufgeschlossen (20:21, 52.). Ein weiterer Treffer durch Routinier Theodoros Megalooikonomou zum 20:23 (56.) sorgte für die Vorentscheidung. Endgültig den Deckel drauf machte Sebastian Bösing mit seinem sechsten Treffer, der neben Torhüter Kevin Klier (17 Paraden), der Garant für den Sieg im Südwestderby war.

Die Stimmen zum Spiel:
Philipp Kessler (Saarlouis): „Glückwunsch an Steffen zu den zwei Punkten. Die erste Viertelstunde war Angsthasenhandball, aber jetzt kommt das Positive, wir haben dann unser wahres Gesicht gezeigt. Ab da haben die Jungs ein sehr vernünftiges Spiel gemacht. Beim 20:21, die Halle war da, da haben wir dann die Situationen und da müssen wir das Spiel für uns entscheiden. Da hat einfach die Cleverness gefehlt und deshalb haben wir das Spiel verloren.“

Steffen Ecker (Dansenberg): „Mir bedeutet das als Saarländer sehr viel hier in der Stadtgartenhalle gewonnen zu haben. Mit der Anfangsphase sind wir super zufrieden, dann haben wir aber viele, sehr einfache Fehler gemacht und dadurch Saarlouis noch mal zurückgebracht. Am Ende war es eng und wir haben dann doch die entscheidenden Situationen für uns entschieden.“

HG Saarlouis
Darius Jonczyk und Julian Bro (im Tor), Julian Kreis (1), Philipp Leist (3/1), Hendrik Huth, Jonas Peifer, Maximilian Hartz (7/5), Josip Grbavac (1), Niklas Louis (2), Gilles Thierry (1), Ivan Kucharik (4), Vladislav Kurotschkin (1), Lars Walz (2). – Trainer: Philipp Kessler.

TuS 04 KL-Dansenberg
Kevin Klier und Henning Huber (im Tor), Steffen Kiefer (1), Theodoros Megalooikonomou (3), Christopher Seitz (3), Timo Holstein, Luca Munzinger (2), Marco Holstein, Jan Claussen (3), Sebastian Bösing (6), Robin Egelhof (2), Fabian Serwinski (2), Nikola Jankovic (2), Alexey Wetz. – Trainer: Steffen Ecker.

Schiedsrichter:
Fabian Dietz / Tobias Biehler (Elgersweier)
Zuschauer: 1180
Siebenmeter: 6/7 : -/-
Zeitstrafen: 5 : 4
Der Spielfilm: 2:10, 5:14, 9:14, 11:15 (Halbzeit), 12:17, 15:21, 20:21, 21:24, 22.24 (Ende)

Autor:

Michael Holstein aus Kaiserslautern-Süd

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