Zweite Rheinbrücke zwischen Wörth und Karlsruhe: Baurecht rückt näher - Verfahren werden eingeleitet
- Pendler warten seit Jahrzehnten auf die zweite Rheinbrücke. Die bestehende Brücke von 1966 ist völlig überlastet, der tägliche Stau auf der B10 eine enorme Belastung
- Foto: Paul Needham
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Wörth | Karlsruhe. Für viele Pendler in der Südpfalz ist das ein wichtiges Signal: Beim Projekt zweite Rheinbrücke zwischen Wörth und Karlsruhe rückt das Baurecht näher. Der Bund hat den überarbeiteten Planungsunterlagen aus Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg zugestimmt. Damit können beide Länder jetzt die ergänzenden Baurechtsverfahren einleiten. Das ist eine der Voraussetzungen dafür, dass das Großprojekt tatsächlich gebaut werden kann.
Landrat Martin Brandl sieht darin einen wichtigen Fortschritt. Er sagt: „Man sieht: Es bewegt sich etwas. Die Menschen im Kreis Germersheim warten seit Jahrzehnten auf diese zweite Rheinbrücke. Die bestehende Brücke von 1966 ist völlig überlastet, der tägliche Stau auf der B10 eine enorme Belastung für Pendler und Wirtschaft."
Was für das Projekt noch fehlt - Baustart noch in diesem Jahrzehnt
Im Wesentlichen fehlt laut Kreisverwaltung Germersheim jetzt noch die Rechtskraft der beiden Ergänzungsverfahren. Sie betreffen die Pfeilerstellung im Strombereich, die Ergänzung eines Betriebswegs, den Radfahrer und Fußgänger nutzen können, sowie die Verknüpfung mit der B36.
Die Gesamtkosten trägt der Bund. Brandl erklärt außerdem: „Wir haben als Kreis jahrelang Druck gemacht, auf die Dringlichkeit hingewiesen und die Interessen unserer Bürgerinnen und Bürger vertreten. In wenigen Jahren könnte es nun konkret werden.“ Auch beim möglichen Zeitplan bleibt es vorerst bei einer vorsichtigen Aussicht. In der Überschrift der Mitteilung nennt die Kreisverwaltung die Einschätzung, dass der Baubeginn für das Großprojekt zweite Rheinbrücke noch in diesem Jahrzehnt stattfinden könnte.
Brandl appelliert an die Beteiligten: „Die Planung ist überarbeitet, der Bedarf für die Pendler ist offensichtlich. Wir als Kreisverwaltung werden den Prozess konstruktiv begleiten und weiterhin darauf drängen, dass es vorangeht. Die Menschen in der Südpfalz haben ein Recht auf Fortschritt bei diesem wichtigen Infrastrukturprojekt.“
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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