Wochenlang eingesperrt: PETA und VOX retten Hund aus dunkler Scheune im Kreis Germersheim
- Rettung in letzter Minute: Hündin Fina war ohne Futter und Wasser im Dunklen eingesperrt
- Foto: © PETA Deutschland e.V.
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Kreis Germersheim. Eine Hündin, eingesperrt in einer dunklen Scheune, umgeben von Kot und offenbar ohne ausreichende Versorgung: Im Kreis Germersheim haben die Tierrechtsorganisation PETA und die VOX-Sendung hundkatzemaus nach eigenen Angaben eine Hündin aus tierschutzwidriger Haltung gerettet.
Auslöser war eine Whistleblower-Meldung, die PETA auf den Fall aufmerksam gemacht hatte. Demnach soll die Hündin namens „Fina“ über mehrere Monate in einer Scheune auf einem Gartengrundstück gehalten worden sein - ein wirklich schlimmer Fall von Tierquälerei. Gemeinsam mit dem TV-Team von „hundkatzemaus“ untersuchte Tierpsychologin und Tierschutzdetektivin Jana Hoger die Hinweise vor Ort.
Kein Wasser, kein Futter - das Leiden von Fina war unvorstellbar
Nach Angaben der Organisation fanden die Tierschützer die Hündin in einer stark verschmutzten und nahezu dunklen Scheune vor. Wasser oder Nahrung seien nicht vorhanden gewesen. Zudem habe das Tier zwischen seinen eigenen Fäkalien leben müssen.
Bei der anschließenden Konfrontation mit dem Halter stellte sich laut PETA heraus, dass die Hündin, ein Staffordshire Terrier, illegal aus Rumänien importiert worden war. Der Mann erklärte sich schließlich bereit, das Tier freiwillig abzugeben.
Das Veterinäramt des Kreises Germersheim reagierte demnach umgehend und verhängte ein unbefristetes Tierhalteverbot gegen den Halter. Außerdem wurde der Fall an die Staatsanwaltschaft in Landau weitergeleitet.
„Die Haltungsbedingungen, unter denen die Hündin bis zu ihrer Rettung leben musste, sind kaum vorstellbar“, erklärte Jana Hoger von PETA. Die Hündin habe wochenlang in der Scheune auf Hilfe warten müssen.
- in diesem dunklen Loch musste Hündin Fina leiden
- Foto: © PETA Deutschland e.V.
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Happy End und Rettung in letzter Sekunde
Inzwischen befindet sich „Fina“ im Tierheim in Ludwigsburg. Dort wird nun ein neues Zuhause für die Hündin gesucht. Der TV-Beitrag über die Rettung soll am Samstag (23. Mai) ab 17.55 Uhr bei VOX in der Reihe "hundkatzemaus" ausgestrahlt werden.
PETA: Hundeführerschein kann solchen Fällen vorbeugen
Im Zusammenhang mit dem Fall erneuerte PETA zudem die Forderung nach einem verpflichtenden Hundeführerschein. Ein solcher Sachkundenachweis könne helfen, Tierquälerei und unüberlegte Anschaffungen zu verhindern. Außerdem spricht sich die Organisation für eine stärkere Förderung von Tieradoptionen aus Tierheimen aus.
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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