Sicher Fastnacht feiern: Jugendschutz und K.O.-Tropfen-Test-Armbänder bei Umzügen im Kreis Germersheim
- Test-Armbändchen für die KO-Tropfen Kontrolle zu sehen.
- Foto: KV Germersheim / mda
- hochgeladen von Heike Schwitalla
Landkreis Germersheim. Mit der Hochphase der Faschingssaison startet auch wieder die Zeit der bunten Umzüge und ausgelassenen Feiern. Es wird gesungen, gejubelt, getanzt und getrunken. Für Jugendliche bedeutet dies viel Spaß, tolle Erfahrungen – jedoch auch Risiken. Um sicherzustellen, dass junge Menschen unbeschwert und geschützt feiern können, wird das Jugendamt der Kreisverwaltung Germersheim bei den großen Faschingsumzügen mit verschiedenen Angeboten präsent sein.
Prävention und Schutz durch Jugendschutzbeauftragte
Die Jugendschutzbeauftragten übernehmen bei den Umzügen im Landkreis Germersheim eine präventive Aufgabe. Ihr Augenmerk gilt der Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen, insbesondere in Bezug auf den Konsum von Alkohol und Tabak durch Minderjährige. „Wir wollen frühzeitig auf Gefährdungen hinweisen und durch Gespräche Risiken vermeiden. Dabei bieten wir sowohl Informationen als auch Unterstützung an“, erklärt Denise Hartmann-Mohr, Leiterin des Jugendamtes.
In diesem Jahr gibt es ein besonderes Angebot: Der Zonta Club Speyer-Germersheim stellt K.O.-Tropfen-Test-Armbänder zur Verfügung, die zusammen mit einem Informationskärtchen an Mädchen und junge Frauen verteilt werden. „Diese Maßnahme soll nicht nur präventiv wirken, sondern den betroffenen Personen auch konkrete Hilfsangebote aufzeigen“, so Hartmann-Mohr weiter.
Zusammenarbeit für ein sicheres Umfeld
Das Jugendamt arbeitet eng mit den Veranstaltern, der Polizei, dem Deutschen Roten Kreuz, der Feuerwehr und den Ordnungsdiensten zusammen, um ein sicheres Umfeld für alle Teilnehmenden zu gewährleisten. Der Erste Kreisbeigeordnete Christoph Buttweiler betont: „Dank der gemeinsamen Anstrengungen verliefen die Faschingsumzüge in den letzten Jahren ohne nennenswerte Zwischenfälle oder Eskalationen.“
Tipps für sicheres Feiern
Für Jugendliche:
Feiere nicht auf nüchternen Magen – sorge vorher für eine gute Grundlage.
Achte auf deine Freunde und lasse niemanden allein.
Beachte die Altersgrenzen: Unter 16 Jahren ist Alkohol verboten, hochprozentige Getränke dürfen erst ab 18 konsumiert werden.
Trinke ausreichend Wasser und alkoholfreie Getränke.
Respektiere deine eigenen Grenzen und die deiner Mitfeiernden.
Nimm nur das Nötigste mit und behalte Wertsachen im Auge.
Bei Problemen oder Unwohlsein den Ordnungsdienst oder eine Vertrauensperson ansprechen.
Für Eltern:
Sprecht vorab über Regeln, Risiken und verantwortungsvolles Verhalten.
Klärt Treffpunkte, Zeiten und den Heimweg genau.
Stellt sicher, dass euer Kind im Notfall jederzeit erreichbar ist.
Anrufe im Notfall sind ein Zeichen von Vertrauen – unterstützt euer Kind dabei, selbstständige Erfahrungen zu machen, bleibt jedoch aufmerksam.
Bei Bedenken hinsichtlich des Konsumverhaltens eures Kindes, sucht frühzeitig Unterstützung bei Suchtberatungsstellen.
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Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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