Gegen die Hitze: Kostenloses Trinkwasser im Wörther Bürgerpark und im Rathaus
- Trinkwasserbrunnen sind eine wichtige Komponente der Hitzeschutz-Konzepte in deutschen Städten
- Foto: Heike Schwitalla (bearbeitet mit KI)
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Wörth am Rhein. Wir stecken mitten in einer Hitzewelle und so wächst auch in Wörth das Bedürfnis nach frei zugänglichem Trinkwasser. Der Trinkwasserbrunnen im Bürgerpark ist ab sofort wieder in Betrieb – gleichzeitig startet die Stadt den Ausbau eines lokalen Refill-Netzwerks. Bürgerinnen und Bürger können dort ihre mitgebrachten Flaschen kostenlos mit Leitungswasser auffüllen.
Die Stadt verbindet das Projekt mit mehreren Zielen: Gesundheitsschutz an heißen Tagen, nachhaltiger Umgang mit Ressourcen und weniger Einwegplastik im Alltag. Gerade bei steigenden Temperaturen werde der Zugang zu kostenfreiem Trinkwasser im öffentlichen Raum immer wichtiger.
Neben dem Trinkwasserbrunnen beteiligen sich aktuell bereits das Rathaus und die Tafel in Wörth an der bundesweiten Refill-Initiative. Die teilnehmenden Standorte sind an entsprechenden Aufklebern im Eingangsbereich zu erkennen. Während der Öffnungszeiten können dort eigene Trinkflaschen kostenlos aufgefüllt werden.
Appell an Geschäfte und Einrichtungen
Die Stadt ruft nun weitere Geschäfte, Einrichtungen und Betriebe dazu auf, Teil des Netzwerks zu werden. Der Aufwand sei gering, der Nutzen für Bürgerinnen und Bürger dagegen sichtbar – besonders an heißen Sommertagen. Gleichzeitig setze jede zusätzliche Refill-Station ein Zeichen gegen unnötigen Plastikmüll.
Infos:
Weitere Informationen sowie offizielle Refill-Aufkleber sind bei der Bauverwaltung der Stadt Wörth am Rhein erhältlich – telefonisch unter 07271 131-610, per E-Mail an ann-kathrin.busath@woerth.de
- der Brunnen im Wörther Bürgerpark liefert ab sofort wieder frisches Trinkwasser
- Foto: Stadt Wörth/frei
- hochgeladen von Heike Schwitalla
a tip: tap e.V. - gegen Plastik für frei zugängliches Trinkwasser
Wörth setzt das Refill-Konzept vor Ort um, indem Trinkwasserbrunnen wieder in Betrieb genommen und erste kostenlose Auffüllstationen für Trinkflaschen eingerichtet werden. Unterstützt wird das Projekt unter anderem von a tip: tap, einem gemeinnützigen Verein, der sich bundesweit für die Nutzung von Leitungswasser als nachhaltige Alternative zu Flaschenwasser einsetzt. Der Verein informiert über die Qualität von Trinkwasser, klärt über Umwelt- und Klimavorteile auf und fördert Initiativen wie „Refill“, bei denen kostenloses Nachfüllen im öffentlichen Raum möglich wird. Weitere Informationen gibt es unter www.atiptap.org
Zum Thema
Hitzeschutz und Umweltschutz
Hitzeschutz in Städten wird in den kommenden Jahren immer wichtiger, weil sich versiegelte Flächen wie Asphalt und Beton stark aufheizen und die Temperaturen dort oft deutlich höher sind als im Umland. Besonders in dicht bebauten Bereichen entstehen sogenannte „Wärmeinseln“, die für Menschen gesundheitlich belastend sein können – vor allem für ältere Menschen, Kinder oder Personen mit Vorerkrankungen.
Ein zentraler Baustein moderner Hitzeschutzkonzepte ist deshalb der leichte und kostenlose Zugang zu Trinkwasser im öffentlichen Raum. Öffentliche Trinkwasserbrunnen, Refill-Stationen oder frei zugängliche Wasserstellen helfen dabei, den Flüssigkeitshaushalt an heißen Tagen stabil zu halten und Hitzestress zu reduzieren. Wer regelmäßig trinkt, kann Kreislaufproblemen und Dehydrierung besser vorbeugen.
Gleichzeitig verbindet sich das Thema Hitzeschutz zunehmend mit Nachhaltigkeit: Wenn Menschen ihre Trinkflaschen unterwegs auffüllen können, wird weniger auf abgefülltes Wasser in Plastikflaschen zurückgegriffen. Das reduziert Abfall und entlastet die Umwelt.
Städte setzen deshalb immer häufiger auf eine Kombination aus mehr Schatten (Bäume, begrünte Plätze), kühlenden Elementen wie Wasserflächen und einem gut ausgebauten Trinkwassernetz im öffentlichen Raum. Trinkwasser wird damit nicht nur ein Grundbedürfnis, sondern ein wichtiger Teil moderner Klimaanpassung in der Stadtplanung.
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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