Fahrradaktion "Wir strampeln uns ab" in Mainz: Landräte warnen vor leeren Kreiskassen
- "Wir strampeln uns ab" - auf dem Fahrrad machen Landräte in Mainz aufmerksam auf die Finanzkrise vieler Kreise in Rheinland-Pfalz
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Mainz/Germersheim. Mit einer gemeinsamen Fahrradaktion durch Mainz haben die 24 Landräte in Rheinland-Pfalz auf die angespannte Lage ihrer Landkreise aufmerksam gemacht. Unter dem Motto „Wir Landkreise strampeln uns ab!“ fuhren sie gemeinsam mit dem Rad von der MEWA-Arena quer durch die Landeshauptstadt ins Regierungsviertel.
Die Aktion soll sichtbar machen, dass die Landkreise seit Jahren an finanziellen, organisatorischen und personellen Grenzen arbeiten. Landrat Martin Brandl vom Landkreis Germersheim sagte:
„Wir unternehmen enorme Anstrengungen zur Konsolidierung, doch gegen die chronische Unterfinanzierung durch Bund und Land kommen wir alleine nicht an. Es reicht nicht, uns mit Einmalzahlungen über Wasser zu halten – wir fordern eine faire und dauerhafte Finanzausstattung.“
Belastung der Landkreise
Die Landkreise sehen sich mit stetig steigenden Aufgaben, höheren Standards und wachsender Verantwortung konfrontiert. Besonders betroffen sind Bildungseinrichtungen, soziale Angebote und die wohnortnahe Gesundheitsversorgung.
Germersheim im Fokus
Im Landkreis Germersheim kann der Kreishaushalt 2026 trotz eines Defizits von 42,8 Millionen Euro umgesetzt werden, allerdings nur mit Einschränkungen beim Investitionskredit. Brandl nutzte die Aktion in Mainz, um die Dringlichkeit einer dauerhaften Finanzausstattung zu betonen und politische Aufmerksamkeit zu erzeugen.
Ziel der Aktion
Die Landräte wollen die neue Landesregierung frühzeitig darauf hinweisen, dass ohne handlungsfähige Verwaltungen zentrale Aufgaben der Daseinsvorsorge – von Bildung über soziale Angebote bis hin zur Gesundheitsversorgung – nicht dauerhaft gesichert werden können.
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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