Germersheim spart 232 Tonnen Kohlenstoffdioxid ein
Erneuerung von Hallen- und Innenbeleuchtung

Germersheim. Ein schneller und kostensparender Weg Energie einzusparen ist die Umrüstung von veralteten Leuchtmitteln auf LED-Technologie. In vielen Haushalten findet sich ein Sammelsurium verschiedenster Leuchtmittel, das oft von gebunkerten Glühlampen über Halogen- und Energiesparlampen bis hin zu LED reicht. Oft wird damit argumentiert, dass man vorhat, auf LED umzurüsten, wenn das aktuelle Leuchtmittel kaputt ist und natürlich, wenn der Vorrat im Keller aufgebraucht ist.

In der Stadt Germersheim sieht das nicht anders aus. Je nach Bau- und Sanierungsjahr kommen in den Liegenschaften der Stadt unterschiedlichste Beleuchtungssysteme zum Einsatz und beinahe alle haben eines gemeinsam – sie sind hoffnungslos veraltet und sie verbrauchen viel zu viel Strom.

Dabei liegen die Vorteile der LED-Technologie auf der Hand. Eine sechs Watt LED hat mit etwa 730 Lumen eine Lichtausbeute wie eine 60 Watt Glühbirne und ist damit deutlich energieeffizienter. Ein weiteres Argument für LEDs ist die durchschnittliche Lebensdauer, die mit 20.000 Stunden erheblich länger ist als die von Glühbirnen, die lediglich rund 1000 Stunden halten. Trotz der hohen Kosten von LEDs beträgt der Amortisierungszeitraum aufgrund der hohen Energieeffizienz meistens weniger als fünf Jahre. Darum hat sich die Stadt Germersheim dazu entschieden, systematisch die eigenen Liegenschaften auf moderne LED-Technologie umzurüsten. Bereits jetzt wurden einige öffentliche Gebäude und etwa 80 Prozent der Straßenbeleuchtung auf LED umgerüstet.

„Natürlich kostet die Modernisierung der Beleuchtungsanlagen erst mal Geld. Aber wir investieren hier aktiv in ein klimafreundliches Germersheim und wir sparen auf lange Sicht mehr Geld, weil sich der Stromverbrauch reduziert und weniger Wartungsarbeiten anfallen, als wir jetzt für die LEDs ausgeben“, sagt Bürgermeister Marcus Schaile, „und es bringt ja auch nichts, an veralteter Technik festzuhalten.“

Ein positives Beispiel, wie groß das Einsparpotenzial bei der Umrüstung ist, ist die Sanierung der Innen- und Hallenbeleuchtung der Eduard-Orth-Schule in Germersheim. Durch die Umrüstung wurde der Stromverbrauch um 19.687 Kilowattstunden pro Jahr reduziert, einer Einsparung von 59 Prozent. Jährlich werden durch diese Maßnahme 11,6 Tonnen Kohlenstoffdioxid (CO2) eingespart, über die durchschnittliche Lebensdauer von LEDs von 20 Jahren spart die Stadt Germersheim damit 232 Tonnen CO2 ein. Neben LEDs kommen auch Tageslicht- und Präsenzsteuerungstechnologie zum Einsatz, um unnötige Beleuchtung zu minimieren.

„Jede Tonne CO2, die eingespart werden kann, ist ein Erfolg. Besonders im Bereich der Schulen denke ich, dass die Stadt auch eine Vorbildfunktion hat, was den Klimaschutz angeht. Darum freuen wir uns, dass die Lehrerinnen und Lehrer künftig ohne schlechtes Gewissen das Licht einschalten können, wenn sie die Kinder auf die Zukunft vorbereiten“, so Schaile über die Modernisierungsmaßnahme.

Gefördert wurde die Stadt Germersheim durch die Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums, dass der Stadt jüngst ein Zertifikat für die erreichten CO2-Einsparungen übersendet hat. Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen. ps

Autor:

Caroline Trapp aus Ludwigshafen

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