Übernahme in Köln: Rheinenergie kauft EnBW-Energiedienstleister

Rheinenergie hat künftig 800 Anlagen. | Foto: Martin Schutt/dpa
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Köln. Für Geschäftskunden im Südwesten und bundesweit wächst mit der Übernahme des EnBW-Energiedienstleistungsgeschäfts durch Rheinenergie ein wichtiger Anbieter für Anlagen rund um Wärme und Strom. Das teilten beide Unternehmen in einer gemeinsamen Mitteilung mit.

Zum übernommenen Bereich gehören Beratung, Planung, Finanzierung, Bau, Betrieb und Instandhaltung von Anlagen zur Energieerzeugung. Dazu zählen Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen, Gaskessel und Blockheizkraftwerke für Geschäftskunden.

Nach Angaben der Unternehmen wechseln rund 200 Anlagen und etwa 150 Beschäftigte zu Rheinenergie. Der Kölner Versorger baut seine Kapazitäten damit auf rund 800 Anlagen und 1.100 Megawatt installierte Leistung aus.

Was die Übernahme bedeutet

Rheinenergie stärkt mit dem Zukauf vor allem sein Geschäft mit Energiedienstleistungen für Unternehmen. Nach eigenen Angaben gehört das kommunale Unternehmen damit künftig zu den größten regionalen Energiedienstleistern in Deutschland. Rheinenergie versorgt in und um Köln rund 2,4 Millionen Menschen mit Strom, Gas, Wasser und Wärme und liefert Strom und Erdgas auch bundesweit.

Zum Kaufpreis äußerten sich beide Seiten offiziell nicht. Dem Vernehmen nach soll Rheinenergie einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag zahlen. Zuerst hatte das „Handelsblatt“ darüber berichtet.

EnBW zuletzt mit Gewinnrückgang

Der Karlsruher Energiekonzern EnBW versorgt rund 5,5 Millionen Kunden. Im Mai hatte das Unternehmen mitgeteilt, dass der Gewinn im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als die Hälfte gesunken sei.

Als Gründe nannte EnBW geringere Erlöse aus erneuerbaren Energien und ein schwächeres Ergebnis nach dem Verkauf eines Braunkohlekraftwerks. Operativ habe sich das Geschäft aber robust gezeigt. Im vergangenen Jahr war EnBW zudem aus den Offshore-Windprojekten „Morgan“ und „Mona“ in Großbritannien ausgestiegen, auch wegen stark gestiegener Kosten. dpa/red

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Cornelia Bauer aus Speyer

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