Sparprogramm bei Zeiss in Oberkochen: Chipgeschäft wächst
- Mit einem Umsatzwachstum geht es für den Konzern ins zweite Halbjahr. (Archivbild)
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Oberkochen. Beim Technologiekonzern Zeiss zeichnet sich ein Umbau ab. Trotz leicht steigender Umsätze bereitet sich das Unternehmen aus Baden-Württemberg auf schwierigere Zeiten vor. Auch ein Stellenabbau wird nicht ausgeschlossen.
Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres setzte der Konzern nach eigenen Angaben rund 5,84 Milliarden Euro um. Das entspricht einem Plus von etwa einem Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern lag bei 955 Millionen Euro. Damit verdiente Zeiss 33 Millionen Euro mehr als im gleichen Zeitraum zuvor.
Chipindustrie bleibt wichtigster Wachstumstreiber
Unterschiedlich entwickelt sich derzeit das Geschäft in den einzelnen Bereichen. Besonders stark bleibt die Sparte für Technik zur Halbleiterfertigung. Sie profitiert von der weltweit hohen Nachfrage nach Chips.
Andere Bereiche geraten dagegen stärker unter Druck. Dazu zählen unter anderem Medizintechnik, industrielle Messtechnik und Mikroskopie. Auch bei Produkten für Verbraucher wie Brillengläser oder Kameraobjektiven wächst die Nachfrage nur noch leicht.
Unsicherheit auf den Weltmärkten belastet
Als Gründe nennt Zeiss mehrere internationale Faktoren. Dazu gehören geopolitische Konflikte im Nahen Osten, Währungseffekte und Handelshemmnisse. Konzernchef Andreas Pecher spricht von einem „sehr anspruchsvollen Geschäftsumfeld“.
Der Konzern reagiert mit einem Spar- und Umbauprogramm. In den kommenden drei Jahren sollen mehrere hundert Millionen Euro eingespart werden. Betroffen sind verschiedene Geschäftsbereiche sowie Verwaltung und Länderorganisationen. Die konkreten Maßnahmen werden derzeit mit Arbeitnehmervertretern abgestimmt.
Zeiss mit Hauptsitz im ostwürttembergischen Oberkochen zählt zu den weltweit wichtigsten Herstellern optischer und optoelektronischer Technik. Rund 47.400 Menschen arbeiten aktuell für das Stiftungsunternehmen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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