Milliarden für Start-ups in BaWü: Berlin wieder vorn
- Das Start-up Neura Robotics aus Baden-Württemberg absolvierte die erfolgreichste Finanzierungsrunde.
- Foto: Bernd Weißbrod/dpa
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Stuttgart. Start-ups aus Baden-Württemberg haben im ersten Halbjahr rund 1,6 Milliarden Euro an Wagniskapital eingesammelt und liegen damit bundesweit auf Platz zwei. Deutschlandweit stieg das Investitionsvolumen nach Berechnungen von EY auf 5,3 Milliarden Euro. Das sind 14 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
Neura Robotics treibt den Südwesten an
Den Sprung von Baden-Württemberg erklärt vor allem ein Großdeal: Das Robotik-Start-up Neura Robotics sammelte rund 1,2 Milliarden Euro ein. Dadurch legte das Finanzierungsvolumen im Land im Jahresvergleich um 475 Prozent zu.
An der Spitze steht wieder Berlin mit fast 1,7 Milliarden Euro und 95 Finanzierungsrunden. Auch dort prägte ein einzelner Großabschluss das Bild: Das Rüstungs-Start-up STARK verbuchte Investitionen von 500 Millionen Euro. Bayern fiel mit gut 1,1 Milliarden Euro auf Rang drei zurück.
Mehr Geld, aber weniger Finanzierungsrunden
Trotz des höheren Gesamtvolumens sank die Zahl der Finanzierungsrunden in Deutschland um elf Prozent auf 354 Abschlüsse. Nach Einschätzung der Studienautoren setzen Investoren stärker auf wenige große und vermeintlich sichere Unternehmen.
Der Anteil der Großtransaktionen mit mehr als 50 Millionen Euro stieg damit von 55 auf 67 Prozent des gesamten Investitionsvolumens.
Was die Zahlen für junge Firmen bedeuten
Für kleine und junge Start-ups bleibt die Lage damit angespannt. EY-Experte Thomas Prüver wertet den Kapitalanstieg zwar als positives Signal. Zugleich warnt er vor einer zu starken Konzentration auf einzelne Leuchtturm-Unternehmen.
- Positiv: Deutschlandweit fließt wieder mehr Wagniskapital.
- Auffällig: Baden-Württemberg profitiert stark von einem einzelnen Milliarden-Deal.
- Problematisch: Viele kleinere Start-ups kommen schwerer an frisches Geld.
Erstmals verzeichneten mit Berlin, Baden-Württemberg und Bayern gleich drei Bundesländer Start-up-Investitionen in Milliardenhöhe. Grundlage ist das „Startup-Barometer“ von EY. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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