Kostenplus bei Stuttgart 21: Projekt droht Milliarden teurer zu werden
- Am Bahnprojekt Stuttgart 21 wird weiter gebaut. (Archivbild)
- Foto: Bernd Weißbrod/dpa
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Stuttgart. Für Bahnreisende und Steuerzahler könnte das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 erneut deutlich teurer werden. Nach einem Bericht aus Unternehmenskreisen rechnet die Deutsche Bahn mit zusätzlichen Kosten von mindestens zwei bis drei Milliarden Euro.
Das meldete die „Stuttgarter Zeitung“ unter Berufung auf informierte Kreise. Eine offizielle Bestätigung gab es zunächst nicht. Auf Anfrage erklärte ein Sprecher lediglich, dass die Deutsche Bahn die Öffentlichkeit nach dem nächsten Treffen des Stuttgart 21 Lenkungskreises Ende Juni über ein neues Inbetriebnahmekonzept informieren wolle.
Kosten seit Jahren stark gestiegen
Die Baukosten des Großprojekts sind bereits in der Vergangenheit deutlich gestiegen. In der ursprünglichen Finanzierungsvereinbarung aus dem Jahr 2009 war nur geregelt, wie Kosten bis zu einer Höhe von rund 4,5 Milliarden Euro verteilt werden.
Inzwischen beziffert die Deutsche Bahn die Gesamtkosten selbst auf etwa 11,3 Milliarden Euro. Nach einem Gerichtsurteil muss die Bahn zusätzliche Kosten über diese Summe hinaus alleine tragen.
Auch spätere Eröffnung im Gespräch
Zuletzt gab es zudem Berichte über eine weitere Verzögerung beim Zeitplan. Laut „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ könnte die Eröffnung des neuen Durchgangsbahnhofs erst Ende 2031 erfolgen. Auch dazu äußerte sich die Deutsche Bahn bisher nicht.
Mit dem Bau von Stuttgart 21 wurde bereits 2010 begonnen. Bei Abschluss der Finanzierungsvereinbarung im Jahr zuvor war noch eine Inbetriebnahme im Jahr 2019 vorgesehen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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