Daimler Truck hebt Prognose an: Plus aus Leinfelden
- Daimler Truck erwartetet mehr Absatz in Nordamerika. (Archivbild)
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Leinfelden-Echterdingen. Für Anleger, Beschäftigte und die Industrie im Südwesten ist das ein wichtiges Signal: Daimler Truck aus Leinfelden-Echterdingen rechnet im laufenden Jahr mit etwas besseren Geschäften und hebt seine Prognose an.
Grund dafür ist nach Unternehmensangaben vor allem ein Fortschritt in den USA. Das US-Handelsministerium habe den Antrag auf Anerkennung von US-Wertschöpfungsanteilen mit Wirkung zum Samstag, 1. November genehmigt. Zusätzlich erwartet der Nutzfahrzeughersteller in Nordamerika einen etwas besseren Absatz.
Höhere Ziele für Gewinn und Umsatz
Beim um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern peilt Daimler Truck nun 3,6 bis 4,1 Milliarden Euro an. Damit steigt die Prognosespanne um jeweils 400 Millionen Euro. Beim Umsatz im Industriegeschäft ohne Finanzdienstleistungen erhöhte der Konzern die Zielspanne um jeweils eine Milliarde Euro auf 43 bis 47 Milliarden Euro.
Zum Vergleich: Im Jahr 2025 setzte Daimler Truck im Industriegeschäft knapp 46 Milliarden Euro um und verdiente operativ 3,8 Milliarden Euro.
Zweites Quartal bleibt schwach
Auf das zweite Quartal hatte die Anerkennung der US-Wertschöpfungsanteile noch keine Auswirkungen. Nach vorläufigen Angaben gingen Umsatz und operativer Gewinn erneut zurück.
Der bereinigte operative Gewinn fiel im zweiten Quartal im Jahresvergleich um ein Viertel auf 838 Millionen Euro. Der Umsatz im Industriegeschäft lag bei 11,4 Milliarden Euro nach 11,8 Milliarden Euro im Vorjahresquartal.
Konzern weiter unter Druck
Trotz der höheren Jahresprognose bleibt der Konzern unter Druck. Im Jahr 2025 war der Gewinn im Vergleich zum Vorjahr um 34 Prozent auf zwei Milliarden Euro eingebrochen. Belastet worden war das Geschäft durch US-Zölle und eine schwache Nachfrage in Nordamerika. Auch Umsatz und Absatz waren zurückgegangen. Im ersten Quartal dieses Jahres war der Gewinn sogar um 80 Prozent eingebrochen.
Bereits im vergangenen Jahr hatte Daimler Truck das Sparprogramm „Cost Down Europe“ gestartet, um wettbewerbsfähiger zu werden.
- Bis 2030 sollen die laufenden Kosten in Europa um mehr als eine Milliarde Euro sinken
- In Deutschland sollen dafür rund 5000 Stellen wegfallen
Für den Südwesten ist die neue Prognose vor allem ein Zeichen, dass sich das Nordamerika-Geschäft etwas stabilisieren könnte. Die jüngsten Quartalszahlen zeigen aber auch, dass Daimler Truck noch an mehreren Baustellen arbeitet. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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