Chip-Förderung für Bosch in Gerlingen: 225 Millionen aus den USA
- Bosch erhält für seine US-Chipfabrik eine Millionenförderung. (Symbolbild)
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Gerlingen. Für den Südwesten ist die Nachricht wirtschaftlich wichtig: Bosch aus Gerlingen erhält für sein US-Chipwerk in Roseville in Kalifornien eine Förderung von bis zu 225 Millionen Dollar.
Das Geld kommt aus einem Förderprogramm des US-Handelsministeriums. Nach Unternehmensangaben investiert Bosch insgesamt bis zu zwei Milliarden Dollar in den Standort.
Serienproduktion noch in diesem Jahr geplant
Bosch hat in Roseville nach eigenen Angaben bereits mit der Musterfertigung von Siliziumkarbid-Chips begonnen. Noch in diesem Jahr soll dort die Serienproduktion anlaufen. Bosch hatte das Werk im August 2023 von TSI Semiconductors gekauft.
Die Halbleiter gelten als wichtige Technik für E-Autos. Sie können dazu beitragen, Reichweiten zu erhöhen und das Laden effizienter zu machen, weil weniger Energie verloren geht.
Neue Chancen durch KI und Rechenzentren
Bosch baut sein Halbleitergeschäft zugleich weiter aus. Das Unternehmen verweist darauf, dass die Chips auch die Effizienz von Rechenzentren verbessern können. Mit dem Boom der Künstlichen Intelligenz könnten sich damit zusätzliche Geschäftsfelder eröffnen.
Nach Unternehmensangaben hat Bosch seit dem Start seiner ersten Chip-Generation im Jahr 2021 weltweit bereits mehr als 60 Millionen dieser SiC-Chips ausgeliefert.
Bosch stärkt Fertigung in den USA
Für Bosch ist Roseville die erste Chip-Fertigung in den Vereinigten Staaten. Dort arbeiten mehr als 300 Menschen. In Deutschland betreibt der Konzern Halbleiter-Fabriken in Dresden und Reutlingen. Siliziumkarbid-Chips werden bislang auch in Reutlingen produziert.
Bosch-Nordamerikachef Paul Thomas wertete den Start der Musterfertigung und die Fördervereinbarung als wichtigen Schritt für eine lokale Produktion nah an den Kunden. Bis zu seinem 125. Jubiläum in den USA im Jahr 2031 will Bosch nach eigenen Angaben bis zu 7,5 Milliarden Dollar in seine Standorte dort investieren. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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