World Matchplay 2026: Littler jagt die Titelverteidigung in Blackpool
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World Matchplay 2026. Vom 18. bis 26. Juli 2026 richtet sich der Blick der Darts-Welt erneut auf das legendäre Winter Gardens im englischen Blackpool. Das World Matchplay zählt neben der Weltmeisterschaft und der Premier League zu den prestigeträchtigsten Turnieren der Professional Darts Corporation (PDC). In diesem Jahr wird ein Gesamtpreisgeld von 1.000.000 Pfund ausgeschüttet, wobei der Sieger 225.000 Pfund erhält.
Das Format
Am World Matchplay nehmen 32 Spieler teil. Gespielt wird im klassischen Leg-Modus, wobei jede Partie mit zwei Legs Vorsprung gewonnen werden muss. Ist nach der regulären Distanz kein Zwei-Leg-Vorsprung erreicht, wird die Partie verlängert. Bleibt auch danach keine Entscheidung, fällt die Entscheidung in einem Sudden-Death-Leg. Die Matchdistanz steigt mit jeder Turnierrunde an – vom Best-of-19-Legs in Runde eins bis zum Best-of-35-Legs im Finale.
Der Vorjahressieger
Als Titelverteidiger reist Luke Littler nach Blackpool. Der englische Superstar gewann das World Matchplay 2025 spektakulär im Finale gegen James Wade und komplettierte damit als jüngster Spieler der Geschichte die sogenannte „Triple Crown“ aus WM, Matchplay und Premier League. Nun könnte Littler als erster Spieler seit Michael van Gerwen den Titel erfolgreich verteidigen.
World Matchplay 2026: Die Favoriten
Der größte Favorit ist erneut Luke Littler. Der Weltmeister überzeugt seit Monaten mit konstanten Höchstleistungen und geht als Nummer eins der Setzliste ins Turnier.
Zu den engsten Titelkandidaten zählen außerdem:
- Luke Humphries, der weiterhin zur absoluten Weltspitze gehört und jederzeit ein Major gewinnen kann.
- Michael van Gerwen, der trotz wechselhafter Ergebnisse in Blackpool stets gefährlich ist.
- Gerwyn Price, dessen aggressiver Spielstil perfekt zum Matchplay-Format passt.
- Gian van Veen, der sich endgültig in der Weltklasse etabliert hat.
- James Wade und Josh Rock, die ebenfalls zum erweiterten Favoritenkreis gehören.
Deutsche Hoffnung: Springer und Schindler
Aus deutscher Sicht stehen zwei Spieler im Teilnehmerfeld.
Niko Springer feiert seine Premiere beim World Matchplay und bekommt direkt eine der schwierigsten Aufgaben überhaupt. Der 25-Jährige trifft in der ersten Runde auf Titelverteidiger und Topfavorit Luke Littler.
Martin Schindler muss ebenfalls ein schweres Los bewältigen. Deutschlands Nummer Eins trifft zum Auftakt auf den ehemaligen Weltmeister Gerwyn Price. Schindler möchte nach zuletzt durchwachsenen Auftritten zeigen, dass er auf der großen Bühne weiterhin zu den gefährlichsten Spielern gehört, die die absolute Weltspitze jederzeit ärgern können.
Das World Matchplay 2026 verspricht damit schon in der ersten Runde zahlreiche Topduelle. Aus deutscher Sicht ruhen die Hoffnungen auf Niko Springer und Martin Schindler, die beide gegen absolute Weltklassespieler antreten müssen. Gelingt einem der beiden eine Überraschung, wäre das einer der größten deutschen Erfolge in der Geschichte des Turniers.
Women’s World Matchplay 2026
Das Women's World Matchplay 2026 wird am 26. Juli im traditionsreichen Winter Gardens in Blackpool ausgetragen und ist das einzige im TV übertragene PDC-Turnier ausschließlich für Frauen. Die acht bestplatzierten Spielerinnen der Women's Order of Merit kämpfen im K.-o.-System um den Titel.
Titelverteidigerin ist Lisa Ashton, die im Vorjahr ihren ersten Matchplay-Titel gewann. Als Top-Favoritin gilt jedoch Beau Greaves, die die Women's Series auch 2026 dominiert. Zum erweiterten Favoritenkreis gehören außerdem Fallon Sherrock und Gemma Hayter.
Gespielt wird im Best-of-9-Legs-Modus in Viertel- und Halbfinale, das Finale wird über Best of 11 Legs entschieden. Das Preisgeld beträgt 40.000 Pfund, davon erhält die Siegerin 15.000 Pfund sowie einen Startplatz beim Grand Slam of Darts 2026 und der PDC World Darts Championship 2027.
Wegweisende Entscheidung überschattet Turnier
Überschattet wird das Turnier von der kontrovers diskutierten Entscheidung der Darts Regulation Authority (DRA) und der PDC, nach einer neuen Transgender-Richtlinie nur noch bei der Geburt weiblich zugeordnete Spielerinnen für Frauenwettbewerbe zuzulassen. Dadurch ist Noa-Lynn van Leuven, die in den vergangenen Jahren zu den stärksten Spielerinnen der Women's Series zählte, nicht mehr für das Women's World Matchplay startberechtigt.
Autor:Stephanie Walter aus Wochenblatt Kaiserslautern |
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