VfL Wolfsburg im Topspiel bei Bayer Leverkusen

Symbolbild DFB: In der Frauen-Bundesliga trafen Bayer 04 Leverkusen und der VfL Wolfsburg aufeinander. | Foto: Anouar Touir
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Frauen-Bundesliga. Der VfL Wolfsburg hat in der Google Pixel Frauen-Bundesliga den zweiten Sieg im zweiten Saisonspiel geholt. Nach dem 8:2 zum Auftakt beim 1. FC Nürnberg gewann die Mannschaft von Trainer Stephan Lerch das Topspiel des 2. Spieltags bei Bayer 04 Leverkusen mit 2:1 (1:0). Wolfsburg hat damit sechs Punkte auf dem Konto.

Vor 1184 Zuschauerinnen und Zuschauern im Ulrich-Haberland-Stadion brachte Ella Peddemors die Gäste in der 24. Minute in Führung. Selina Ostermeier glich kurz nach der Pause für Leverkusen aus (51.). Nur acht Minuten später erzielte Nationalspielerin Cora Zicai den Treffer zum Wolfsburger Sieg (59.). Für Bayer 04 war es der erste Rückschlag in der noch jungen Spielzeit.

Leverkusen hadert mit der Chancenverwertung

Bayer-Trainer Roberto Pätzold sah trotz der Niederlage eine Leistung, auf der sein Team aufbauen könne. „Wir haben sehr investiert und hatten mehr verdient“, sagte er bei MagentaSport. Leverkusen sei in der Schlussphase nah am erneuten Ausgleich gewesen, Wolfsburg habe die Fehler der Gastgeberinnen aber konsequent bestraft.

Co-Trainerin Friederike Mehring sprach von einem Spiel auf Augenhöhe, in dem Kleinigkeiten entschieden hätten. Torschützin Selina Ostermeier betonte, Leverkusen habe die hohe Intensität mitgehen können und sei dicht an mindestens einem Punkt gewesen.

Zicai entscheidet die Partie nach dem Ausgleich

Wolfsburgs Trainer Stephan Lerch zeigte sich nach der Partie zufrieden mit dem Ergebnis. „Es war ein schwieriges und sehr intensives Spiel“, sagte er bei MagentaSport. Entscheidend sei gewesen, dass seine Mannschaft nach dem Ausgleich schnell wieder reagiert habe.

Matchwinnerin Cora Zicai erklärte, Leverkusen habe es den Gästen schwer gemacht. Sie sei erleichtert gewesen, nach einer vergebenen Möglichkeit in der ersten Halbzeit später getroffen zu haben.

Mehrere Änderungen in beiden Startformationen

Bei Bayer 04 nahm Roberto Pätzold im Vergleich zum 2:0-Auftaktsieg bei RB Leipzig zwei Veränderungen vor. Für Nationalspielerin Carlotta Wamser, die nicht im Kader stand, und die angeschlagene U-23-Auswahlspielerin Loreen Bender begannen Estrella Merino Gonzalez und Paulina Platner.

Weiterhin nicht zur Verfügung standen Amy Wrigge wegen eines Kreuzbandrisses sowie Caroline Kehrer und Emily Wallrabenstein, die sich im Aufbautraining befinden. Melissa Friedrich fehlte angeschlagen. Justine Brandau kehrte nach ihrer Rotsperre in den Kader zurück und wurde in der zweiten Halbzeit eingewechselt.

Beim VfL Wolfsburg stellte Stephan Lerch vier Tage nach dem 2:0 im Hinspiel der Qualifikation zur UEFA Women’s Champions League gegen Inter Mailand dreimal um. Sophia Kleinherne begann in der Abwehr für Lieske Carleer, Weronika Arasniewicz ersetzte Smilla Vallotto, die aus privaten Gründen fehlte, und Anny Kerim-Lindland startete im Angriff für Lara Prasnikar. Lena Lattwein, Cecilie Floe Nielsen und Giovanna Hoffmann fehlten weiterhin.

Peddemors trifft nach starkem Solo

In der Anfangsphase war beiden Mannschaften der gegenseitige Respekt anzumerken. Die erste große Gelegenheit hatte Leverkusen nach einer Viertelstunde: Marlene Müller traf nach einem Eckball per Direktschuss die Latte, den Abpraller köpfte Lilla Turanyi über das Tor.

Wolfsburg kam danach besser ins Spiel und nutzte die erste klare Chance. Peddemors setzte sich mit einem Solo gegen Sofie Zdebel und Turanyi durch und traf flach ins Eck zum 0:1. Noch vor der Pause hätte Zicai erhöhen können, scheiterte aber frei vor dem Tor an Bayer-Torhüterin Rafaela Borggräfe.

Ostermeier gleicht aus, Wolfsburg antwortet

Nach der Pause führte ein Eckball von Leverkusens Kapitänin Carolin Simon zum Ausgleich. Paulina Platner verlängerte am ersten Pfosten per Kopf, Ostermeier verwertete per Direktabnahme zum 1:1.

Die Antwort des VfL folgte in der 59. Minute. Nach einem hohen Ballgewinn in der gegnerischen Hälfte bediente Anna Kerim-Lindland Zicai, die Turanyi aussteigen ließ und zum 1:2 ins rechte Eck traf.

Wolfsburg hatte anschließend Möglichkeiten, das Ergebnis auszubauen. Peddemors scheiterte nach einem Querpass der eingewechselten Lara Prasnikar an Borggräfe, den Nachschuss von Janina Minge klärte Ostermeier auf der Linie. Kurz darauf hielt Borggräfe erneut gegen Zicai.

Leverkusen erhöhte nach mehreren Wechseln den Druck. Lobke Loonen köpfte nach einer Flanke von Sofie Zdebel aus kurzer Distanz über das Tor. Auch Marlene Müller tauchte frei vor Stina Johannes auf, brachte den Ball aber nicht an der Wolfsburger Nationaltorhüterin vorbei.

Autor:

Anouar Touir aus Ludwigshafen

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