VfB: Schiri-Fehler im Pokal - DFB gibt Freiburg nach Stuttgart-Spiel recht
- Auch Deniz Undav kritisierte den Schiedsrichter.
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VfB Stuttgart. Nach dem umstrittenen Pokal-Halbfinale zwischen dem VfB Stuttgart und dem SC Freiburg räumt der Deutsche Fußball Bund einen Fehler ein. Das aberkannte Freiburger Tor in der Verlängerung hätte nach Einschätzung der Regelhüter zählen müssen.
In der ersten Minute der Verlängerung hatte SC-Stürmer Lucas Höler nach einem Zweikampf mit VfB-Verteidiger Jeff Chabot getroffen. Schiedsrichter Tobias Welz entschied jedoch sofort auf Foulspiel gegen Chabot. Das Tor wurde nicht gegeben. Freiburg verlor später durch einen Treffer von Stuttgarts Joker Tiago Tomas in der 119. Minute mit 1:2.
DFB sieht regelkonformen Zweikampf
Marco Fritz, Leiter Regelauslegung und Evaluation der DFB Schiri GmbH, bewertete die Szene im Nachhinein anders. Nach Analyse der TV-Bilder sei das Duell zwischen Höler und Chabot ein „robuster, aber regelkonformer Zweikampf“ gewesen. Das Spiel hätte weiterlaufen müssen. Das anschließende Tor wäre damit gültig gewesen. Welz habe in der Dynamik der Szene einen unerlaubten Armeinsatz Hölers wahrgenommen und deshalb abgepfiffen. Mit den Fernsehbildern sei jedoch klarer erkennbar gewesen, dass kein Foul vorlag.
Undav kritisiert Entscheidung deutlich
Selbst Stuttgarts Nationalstürmer Deniz Undav zeigte sich nach dem Spiel kritisch. „Einen krasseren Fehler kannst du nicht machen als Schiri. Gut für uns natürlich. Aber das darfst du nie und nimmer wegpfeifen“, sagte er. Auch VfB-Trainer Sebastian Hoeneß zeigte Verständnis für den Ärger der Freiburger. Eine solche Szene dürfe eigentlich nicht abgepfiffen werden, erklärte er.
Großer Frust beim SC Freiburg
Lucas Höler selbst sprach von einer „Frechheit“. Er habe nur versucht, seinen Körper zwischen Ball und Gegner zu bringen. Für ihn sei das kein Foul gewesen. Nach der Szene habe er sofort mit Schiedsrichter Welz gesprochen. Dieser habe jedoch auf seiner Entscheidung bestanden. Auch Freiburgs Kapitän Christian Günter reagierte verärgert. Wenn das ein Foul sei, müsse er „hier und heute seine Karriere beenden“, sagte der Nationalspieler. Trainer Julian Schuster sah ebenfalls ein reguläres Tor.
Die Szene bleibt damit einer der zentralen Streitpunkte des Pokal-Halbfinals zwischen dem VfB Stuttgart und dem SC Freiburg. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |