Traumstart beim SC Freiburg: Das Top-Trio hinter der Serie
- Gegen Werder nicht zu stoppen: Igor Matanovic (links) und Yuito Suzuki
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Freiburg. Für Fans des SC Freiburg macht der Traumstart früh Hoffnung auf eine starke Saison: Vier Pflichtspiele, vier Siege und 16:4 Tore stehen nach dem 4:1 gegen Werder Bremen am 30. August in der Bilanz. „Genau so wollen wir weitermachen“, sagte Angreifer Igor Matanovic nach dem klaren Bundesliga-Erfolg.
Der gute Lauf der Freiburger ist eng mit drei Offensivspielern verbunden: Matanovic, Derry Scherhant und Yuito Suzuki. Das Trio hatte bereits zuvor im DFB-Pokal bei Fortuna Düsseldorf und in den Conference-League-Playoffs gegen den FC Motherwell entscheidend mitgewirkt. Nun zeigt sich, warum Freiburgs Angriff derzeit so schwer zu verteidigen ist.
Matanovic gibt Freiburg Präsenz und Tore
Igor Matanovic hat bereits vier Treffer erzielt. Der Mittelstürmer überzeugt aber nicht nur im Abschluss. Er setzt seinen Körper stark ein, macht vorne Bälle fest und bindet Mitspieler ein. Freiburgs Sportvorstand Jochen Saier lobte bei DAZN: „Igor hat die ganze Palette.“
Der kroatische Nationalspieler führt seine Form auch auf die starke Rückrunde der vergangenen Saison und die WM im Sommer zurück. Dazu kommt: In seinem zweiten Jahr beim SC kennt der 23-Jährige den Club, die Mannschaft und die Abläufe besser.
Matanovic sprach nach dem Sieg gegen Bremen von viel Vertrauen. Erfolg entstehe durch hartes Training, aber auch im Kopf. „Wenn du frei im Kopf bist, nicht nachdenkst, dann entsteht auch sowas“, sagte er über seine aktuelle Form.
Scherhant macht Druck über die linke Seite
Derry Scherhant kommt ebenfalls immer besser in Fahrt. Ein Tor und vier Vorlagen stehen bereits für den 23-Jährigen zu Buche. Besonders seine Flanken sorgen für Gefahr. Nach Scherhants starkem Auftritt im Europapokal gegen Motherwell sagte Teamkollege Lucas Höler: „Sein feines Füßchen ist gut eingestellt.“
Scherhant war von Hertha BSC nach Freiburg gekommen und wirkt in seiner zweiten Saison beim SC stabiler. Er habe sich im Sommer körperlich gut vorbereitet, erklärte er. Dabei halfen ihm auch zwei Personal Coaches.
Der Flügelspieler wollte sich nach eigenen Angaben körperlich stabilisieren und „noch mal eine Schippe drauflegen“. In der vergangenen Rückrunde hatte er zeitweise Probleme mit der Patellasehne und spielte teils unter Schmerzen. Nun macht er auf links auch Vizekapitän und Club-Rekordtorschütze Vincenzo Grifo Konkurrenz.
Suzuki sorgt für kreative Momente
Yuito Suzuki erlebte gegen Werder Bremen einen besonderen Nachmittag. Nach seinem Dreierpack wurde der 24-Jährige unter Standing Ovations ausgewechselt. Mit den drei Treffern hat er bereits fast so viele Tore erzielt wie in der kompletten vergangenen Bundesliga-Saison.
Matanovic lobte den Japaner ausdrücklich. „Einen Torinstinkt hat er definitiv“, sagte der Stürmer. Suzuki habe einen „sehr guten Abschluss“. Auch das Zusammenspiel funktioniere immer besser. Matanovic sprach sogar von „blindem Verständnis“.
Für Freiburg ist Suzuki nach dem Abgang von Johan Manzambi zu Aston Villa noch wichtiger geworden. Der Japaner soll in der Offensive die kreativen Momente liefern. Zusammen mit Matanovic und Scherhant ist er derzeit einer der Gründe, warum der SC Freiburg so überzeugend gestartet ist. dpa/red
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |