Torwartwechsel bei der Eintracht: Atubolu soll Nummer eins werden
- Noah Atubolu: Tschüss Freiburg, hallo Frankfurt (Archivbild)
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Frankfurt. Bei Eintracht Frankfurt dürfte die Torwartfrage für den Bundesliga-Start geklärt sein: Noah Atubolu steht vor der Unterschrift und soll die neue Nummer eins der Hessen werden. Trainer Adi Hütter rechnet damit, dass der 24-Jährige noch am Donnerstag, 27. August, unterschreibt.
„Die Tinte ist noch nicht trocken. Aber ich gehe davon aus, dass Noah im Laufe des Tages seine Unterschrift unter den Vertrag setzt“, sagte Hütter vor dem Auftakt am Samstag, 29. August, beim 1. FC Union Berlin. Der Wechsel vom SC Freiburg an den Main sei „ein guter Schritt für ihn“, sagte der Trainer.
Einsatz zum Auftakt noch offen
Ob Atubolu direkt zum Saisonstart im Tor steht, ließ Hütter offen. „Wir haben Noah als Nummer eins geholt. Nach dem Abschlusstraining entscheiden wir, wer am Samstag im Tor steht“, sagte der Österreicher. Die Entscheidung soll nach Gesprächen mit Atubolu und Torwarttrainer Jan Zimmermann fallen.
Mit der Verpflichtung will Eintracht Frankfurt die längere Diskussion um die Torhüter Kaua Santos und Michael Zetterer beenden. Sportvorstand Markus Krösche und Hütter hatten zuletzt erkennbar nach einer neuen Nummer eins gesucht.
Hütter lobt Dynamik und Spiel mit dem Ball
Der Frankfurter Chefcoach sieht bei Atubolu viel Entwicklungspotenzial. „Er ist ein aufstrebender junger Tormann, er ist im Kreis der Nationalmannschaft. Seine Dynamik ist schon außergewöhnlich. Er ist auch mit dem Ball am Fuß sehr, sehr ordentlich“, sagte Hütter.
Besonders stark sei Atubolu auf der Linie. Zugleich betonte der Trainer, dass die Eintracht den jungen Torwart weiterentwickeln wolle.
Freiburg plante nicht mehr mit Atubolu
Atubolu war in den vergangenen drei Spielzeiten Stammkeeper beim SC Freiburg. Für diesen Sommer hatte der gebürtige Freiburger früh einen Wechselwunsch hinterlegt. Eigentlich sollte es in die englische Premier League gehen, ein Transfer kam aber nicht zustande.
Medienberichten zufolge verlängerte Atubolu seinen ursprünglich nur noch bis zum nächsten Sommer laufenden Vertrag in Freiburg, um sich verleihen lassen zu können. Bei einem zum Saisonende auslaufenden Kontrakt wäre das nicht möglich gewesen. „Was ich bestätigen kann, ist, dass das ein Modell sein kann für eine zukünftige Lösung“, hatte SC-Trainer Julian Schuster gesagt.
Ursprünglich sollen die Freiburger Vorstände Oliver Leki und Jochen Saier auf eine Ablösesumme zwischen 15 und 20 Millionen Euro gehofft haben. Der Sport-Club hatte bereits reagiert und Mio Backhaus von Werder Bremen für kolportierte zwölf Millionen Euro als Nachfolger verpflichtet.
Auch Perspektive im DFB-Team
Atubolu war schon für den Kader der deutschen A-Nationalmannschaft nominiert, hat aber noch kein Länderspiel bestritten. Er gilt als einer der möglichen Nachfolger von Manuel Neuer in der DFB-Auswahl des neuen Bundestrainers Jürgen Klopp. dpa/red
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |