SV Darmstadt: Arminia Bielefeld im Gegnercheck
- Der SV Darmstadt hat Arminia Bielefeld vor dem Aufeinandertreffen im Gegnercheck analysiert.
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Fußball. Der SV Darmstadt hat Arminia Bielefeld vor dem Aufeinandertreffen in einem Gegnercheck beleuchtet. Im Mittelpunkt stehen historische Bestmarken der Ostwestfalen, aktuelle Defensivwerte und Mittelfeldspieler Marius Wörl.
Bielefelder Rekorde in der 2. Bundesliga
Ein zentraler Rückblick führt in die Saison 1979/80. Arminia Bielefeld gewann damals gegen den SV Arminia Hannover mit 11:0. Nach Darstellung des SV Darmstadt ist es bis heute der höchste Erfolg in der Geschichte der 2. Bundesliga.
Die Saison war für die Bielefelder auch darüber hinaus außergewöhnlich. Der DSC blieb 28 Partien in Folge ungeschlagen. Diesen Ligarekord teilt sich Arminia Bielefeld bis heute mit dem FC St. Pauli. Laut Gegnercheck gelang den Ostwestfalen diese Serie innerhalb einer einzigen Saison.
Auch die Heimstärke prägte die Spielzeit. Auf der Bielefelder Alm gelangen 18 Heimsiege, womit Arminia einen damaligen Zweitliga-Rekord einstellte. Am Saisonende stand zudem eine Tordifferenz von +89. Besonders auffällig waren Christian Sackewitz und Norbert Eilenfeldt: Eilenfeldt erzielte 30 Tore, Sackewitz 35. Nach Angaben des SV Darmstadt ist es bis heute das einzige Mal in der Geschichte der 2. Bundesliga, dass zwei Spieler desselben Vereins in einer Saison jeweils mindestens 30 Treffer erzielten.
Aktuelle Lage bei Arminia Bielefeld
In der laufenden Saison konnte das Team von Oliver Kirch auswärts weder im Pokal noch in der Liga gewinnen. Vier Punkte aus den bisherigen Heimspielen bedeuten für Arminia Bielefeld aktuell Tabellenplatz zehn.
Defensiv lässt der DSC laut Gegnercheck nur wenige klare Chancen zu. 3,98 zugelassene Expected Goals sind demnach der beste Wert der Liga. Dennoch musste Arminia bereits acht Gegentreffer hinnehmen. Damit fielen mehr als doppelt so viele Tore gegen Bielefeld, wie anhand der Chancenqualität zu erwarten gewesen wären.
Marius Wörl steht im Fokus
Ein weiterer Schwerpunkt des Gegnerchecks ist Marius Wörl. Der 22 Jahre alte Mittelfeldspieler kam im Sommer 2023 zunächst auf Leihbasis von Hannover 96 nach Bielefeld. Ein Jahr später wurde die Leihe verlängert, im August 2025 machte der DSC den Transfer dauerhaft.
In der laufenden Spielzeit gehört Wörl erneut zum Bielefelder Mittelfeld und erzielte in den ersten vier Zweitliga-Partien einen Treffer. Seine fußballerische Ausbildung begann beim TSV Rohrbach, später spielte er im Nachwuchs des FC Bayern München und wechselte 2018 zum TSV 1860 München. Über Hannover führte sein Weg nach Bielefeld.
In der Saison 2024/25 feierte Wörl mit Arminia Bielefeld die Meisterschaft in der 3. Liga und den Aufstieg. Zudem erreichte der Verein das DFB-Pokalfinale. Wörl steuerte auf dem Weg dorthin drei Tore und drei Vorlagen bei und traf unter anderem beim Halbfinalsieg gegen Bayer Leverkusen zum zwischenzeitlichen 1:1.
Für seine Pokalsaison wurde Wörl als „Pokalheld der Saison“ ausgezeichnet. Seine Fußabdrücke sind auf dem DFB-Pokal Walk of Fame am Berliner Olympiastadion verewigt. An der Osttribüne der SchücoArena erinnert zudem ein großes Graffiti an Wörl und die Pokalsaison. Seine Eltern nehmen für seine Heimspiele regelmäßig den langen Weg aus Bayern auf sich.
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |