SV Darmstadt 98 vor Saisonauftakt: Trainer Kohfeldt sieht Stärken und Baustellen
- Florian Kohfeldt hat vor dem Saisonauftakt des SV Darmstadt die Vorbereitung, den Kader und den Gegner eingeordnet.
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Sport. Vor dem Saisonauftakt hat SV-Darmstadt-Trainer Florian Kohfeldt den Stand der Vorbereitung, die Personalsituation und seine Erwartungen an das erste Pflichtspiel eingeordnet. Vor der Partie gegen Holstein Kiel am 8. August stehen drei Langzeitverletzte nicht zur Verfügung.
Luca Marseiler, Fabian Nürnberger und Merveille Papela fallen nach Vereinsangaben definitiv aus. Raoul Petretta und Matthias Bader sind dagegen wieder Kandidaten für den Kader.
Kohfeldt lobt körperlichen Zustand
Als Stärke seiner Mannschaft bezeichnete Kohfeldt den körperlichen Zustand nach einer aus seiner Sicht intensiveren Sommerpause als im Vorjahr. Die Mannschaft habe höhere Belastungen und größere Umfänge verkraftet. Positiv bewertete er auch, dass das Team die Vorbereitung weitgehend gesund abgeschlossen habe.
Neben der Physis hob der Trainer die Mentalität hervor. Diese könne im Saisonverlauf ein wichtiger Faktor werden. Als Beispiel nannte er Szenen aus Testspielen, in denen die Mannschaft auch in schwierigen Momenten konsequent verteidigt und sich gegenseitig unterstützt habe.
Noch Luft im Kombinationsspiel
Gleichzeitig sieht Kohfeldt noch Entwicklungspotenzial. Vor allem im Kombinationsspiel und in der Abstimmung unter Druck sei noch nicht alles auf dem gewünschten Niveau. In Freundschafts- und Testspielen habe die Mannschaft diese Ansätze zwar bereits gezeigt, allerdings noch nicht konstant.
Kohfeldt betonte zudem, dass die Spielweise seiner Mannschaft nicht auf Zufall beruhe, sondern klar strukturiert sei. Auch wenn viele Positionswechsel, kurze Kombinationen und dynamische Laufwege nach außen hin ungeordnet wirken könnten, stecke dahinter eine genaue Aufgabenverteilung und Raumbesetzung.
Lob für den kommenden Gegner
Mit Blick auf den Auftaktgegner Holstein Kiel sprach Kohfeldt von einem sehr strukturierten Fußball. Besonders hob er die dynamische Raumaufteilung hervor. Nach seiner Einschätzung erschwert diese Art des Spiels es dem Gegner, mit konventionellen Pressingmustern Ballgewinne zu erzielen.
Auch zu den geänderten Regeln im Fußball äußerte sich der Darmstädter Trainer positiv. Maßnahmen zur Erhöhung der Nettospielzeit und gegen Schauspielerei sowie bewusstes Zeitspiel seien aus seiner Sicht sinnvoll. Eine mögliche Belastung sieht er vor allem für die Schiedsrichter, die durch die neuen Abläufe noch stärker permanent gefordert seien.
Sommer mit mehr Veränderungen als im Vorjahr
Den personellen Umbruch im Kader beschrieb Kohfeldt als deutlich größer als im vergangenen Sommer. Der Verein habe einen Wandel in der Mannschaft gewollt und diesen auch umgesetzt. Zugleich räumte er ein, dass Strukturen, Achsen und Automatismen zum vergleichbaren Zeitpunkt im Vorjahr klarer gewesen seien.
Auf die Frage, ob die Mannschaft derzeit schon weiter sei als im letzten Sommer, antwortete Kohfeldt zurückhaltend. Er verwies aber auf Potenziale im Kader und auf den Versuch, mit den Verpflichtungen Antworten auf die Grenzen der vergangenen Saison zu finden. Es sei deshalb ein anderer Sommer gewesen.
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |