SV Darmstadt 98 organisiert Rundfahrt zu früheren Spielstätten

Historische Stationen des SV Darmstadt 98 waren Ziel einer Rundfahrt im Mannschaftsbus. | Foto: Anouar Touir
  • Historische Stationen des SV Darmstadt 98 waren Ziel einer Rundfahrt im Mannschaftsbus.
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Darmstadt. Der SV Darmstadt 98 hat zum Tag der deutschen Fußballgeschichte eine Rundfahrt zu historischen Spielstätten des Vereins organisiert. Nach Angaben des Vereins nahmen 35 Personen teil. Die Tour fand im Mannschaftsbus der Profis statt und führte zu Orten, die mit den Vorgängervereinen des SV 98 verbunden sind.

Der Tag der deutschen Fußballgeschichte findet jedes Jahr am 24. August statt. Bundesliga und DFB hatten Vereine im Rahmen des Jubiläums der Bundesliga-Gründung aufgerufen, sich mit Veranstaltungen zu beteiligen. Der SV 98 ist nach eigenen Angaben seit drei Jahren dabei. Marc Balbaschewski und Thomas Spengler begleiteten die Teilnehmenden fachlich durch die Geschichte der Spielstätten. Die Anmeldung wurde von den Silberlilien organisiert, insbesondere von Bernd Henrich. Finanziell unterstützt wurde die Rundfahrt vom Präsidium des SV 98.

Stationen der Vorgängervereine

Ziele der Tour waren frühere Spielstätten des FK Olympia Darmstadt und des SC Darmstadt. Aus diesen beiden Vereinen ging der SV Darmstadt 98 durch die Fusion am 11. November 1919 hervor. Erster Halt war der Gründungsort des FK Olympia Darmstadt am Schlossgartenplatz 10. Im Garten des Gründerhauses empfingen Gerhard und Andreas Schmitt, zwei Mitglieder der Gründerfamilie, die Gruppe. Dort wurden unter anderem ein erster Mitgliedsausweis, Urkunden und der Großherzogspokal gezeigt.

Nur wenige Gehminuten entfernt liegt die St.-Elisabeth-Kirche, die 1905 erbaut wurde. Vor dem Bau der Kirche befand sich an dieser Stelle das erste Fußballfeld des FK Olympia. Wegen der zentralen Lage im Wohngebiet und Beschwerden von Anwohnern musste der Verein den Platz damals verlassen.

Von der Windmühle bis zum Böllenfalltor

Auch die erste Spielstätte des SC Darmstadt war Teil der Rundfahrt. Sie lag an der Windmühle und war zuvor eine Radrennbahn, die später für Leichtathletik und Fußball genutzt wurde. Nach Angaben des Vereins ist dort bei genauem Hinsehen noch der Rest einer Kurve zu erkennen. Das frühere Vereinsheim des SC Darmstadt besteht ebenfalls noch und wird heute vom Club Behinderter & ihrer Freunde e.V. genutzt.

Eine weitere Station war der frühere Platz des FK Olympia Darmstadt an der Heidelberger Straße. Dort spielte der Verein von 1907 bis zur Fusion im Jahr 1919. Auch nach dem Zusammenschluss zum SV Darmstadt 98 wurde der Platz noch bis zum Umzug ans Böllenfalltor im Jahr 1921 genutzt.

Zum Abschluss führte Markus Polak die Gruppe durch die Katakomben unter der Haupttribüne. Die Tour endete am Stadion am Böllenfalltor, das seit mehr als 100 Jahren Spielstätte des SV Darmstadt 98 ist.

Autor:

Ralf Vester aus Kaiserslautern

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