SV Darmstadt 98 hadert nach Heimspiel mit Schlüsselszenen
- Archivbild: Der SV Darmstadt 98 nach einem Heimspiel.
- Foto: Anouar Touir
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Darmstadt. Der SV Darmstadt 98 hat nach einem emotionalen Heimspiel im Merck-Stadion am Böllenfalltor vor allem über strittige Szenen und vergebene Chancen gesprochen. Nach Angaben des Vereins steht für die Mannschaft mit dem 0:1 die erste Heimniederlage der noch jungen Saison zu Buche.
Rote Karte und Elfmeter im Mittelpunkt
In den vom Verein veröffentlichten Stimmen wurde die Rote Karte mehrfach als strittige und spielprägende Szene bezeichnet. Aus Darmstädter Sicht sei die Mannschaft in der ersten Halbzeit gut im Spiel gewesen und habe die klareren Möglichkeiten gehabt. Besonders nach dem Platzverweis habe es Chancen gegeben, um mit einer Führung in die Pause zu gehen.
Ein Darmstädter Vertreter sprach der Mannschaft trotz der Niederlage eine starke Mentalität und eine gute Leistung unter den schwierigen Umständen zu. Der Glaube an den eingeschlagenen Weg sei groß, auch wenn zuletzt zwei knappe Spiele verloren gegangen seien.
Hannover sieht Kontrolle nach der Pause
Aus Hannoveraner Sicht war die erste Halbzeit zunächst fehlerhaft und fahrig. Der Platzverweis habe der eigenen Mannschaft nicht sofort geholfen, weil Darmstadt weiter zu guten Chancen gekommen sei und Torhüter Leo Weinkauf parieren musste. Nach der Pause habe Hannover mehr Ruhe ins Spiel gebracht und die Partie nach dem 1:0 kontrolliert.
Zugleich wurde auf Hannoveraner Seite die Chancenverwertung kritisiert. Die Partie hätte demnach früher entschieden werden können. Darmstadt wurde in den Stimmen Qualität zugesprochen.
Blick auf Kaiserslautern
Aus Darmstädter Sicht blieb vor allem der Eindruck, dass die Mannschaft auch in Unterzahl Möglichkeiten zur Führung hatte. Nach dem Elfmeter und dem Rückstand sei der gesuchte Moment für eine Wende ausgeblieben. Ein Punkt aus drei Spielen entspreche nicht dem eigenen Anspruch, hieß es in den Reaktionen. Zugleich richtete sich der Blick auf das nächste Spiel in Kaiserslautern.
In einer weiteren Einschätzung wurde die Partie als bitter beschrieben. Lange in Unterzahl gegen Hannover zu spielen, sei schwierig gewesen. In der zweiten Halbzeit sei Darmstadt deutlich weniger gefährlich geworden; der Plan, tiefer zu stehen und die Räume eng zu machen, habe nicht wie gewünscht funktioniert. Die Mannschaft habe alles gegeben und bis zum Ende gekämpft.
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |