Stuttgarter Kickers testen neues Trainingsmodell im NLZ
- Die Stuttgarter Kickers haben im Nachwuchsleistungszentrum erstmals ein Bio-Banding-Training erprobt.
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Sport. Die Stuttgarter Kickers haben in ihrem Nachwuchsleistungszentrum erstmals ein altersübergreifendes Bio-Banding-Training durchgeführt. Dabei wurden Spieler aus verschiedenen Jahrgängen nicht nur nach dem kalendarischen Alter, sondern auch nach ihrer biologischen Entwicklung in Trainingsgruppen eingeteilt.
Nach Angaben des Vereins soll diese Form des Trainings Unterschiede in der körperlichen Entwicklung stärker berücksichtigen. Im Nachwuchsfußball seien Spieler desselben Jahrgangs körperlich, motorisch und athletisch oft unterschiedlich weit, erklärte das NLZ der Kickers.
Unterschiede in der Entwicklung im Fokus
Im klassischen Mannschaftstraining wird in der Regel nach Jahrgängen trainiert. Aus Sicht des Vereins bildet das organisatorisch zwar eine klare Struktur, berücksichtigt aber nicht immer die tatsächlichen Entwicklungsunterschiede innerhalb einer Altersklasse.
Das Bio-Banding-Training setzt genau dort an: Früh entwickelte Spieler sollen häufiger spielerische Lösungen finden müssen, während später entwickelte Spieler mehr Möglichkeiten erhalten, technische, taktische und kreative Fähigkeiten einzubringen. Für die Trainer ergeben sich laut Vereinsangaben zudem zusätzliche Beobachtungsmöglichkeiten, etwa wenn körperliche Vorteile im direkten Vergleich geringer ausfallen.
Kickers wollen Methode regelmäßig einsetzen
Nach der ersten Einheit soll das Bio-Banding-Training im NLZ der Stuttgarter Kickers nicht bei einem Einzeltermin bleiben. Der Verein teilte mit, dass der Baustein künftig regelmäßig in die Ausbildungsstruktur integriert werden soll. Verbunden werden soll das unter anderem mit Individualtraining, Gruppentraining, Spielformen, Torschuss, Athletik und polysportiven Elementen.
Die Stuttgarter Kickers versprechen sich davon nach eigenen Angaben weitere Erkenntnisse für die individuelle Förderung und die Kaderplanung im Nachwuchsbereich.
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |