Spielabbruch in Stuttgart: Shelton muss am Samstag doppelt ran
- Ben Shelton meisterte die Regen-Geduldsprobe und ist im Stuttgarter Viertelfinale. (Archivbild)
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Stuttgart. Regen und Dunkelheit bringen den Spielplan beim Rasen-Turnier durcheinander. Beim ATP-Wettbewerb in Stuttgart wird der letzte Halbfinalist deshalb erst am Samstag, 13. Juni ermittelt. Der topgesetzte US-Profi Ben Shelton muss dann möglicherweise gleich zweimal auf den Platz.
Im Viertelfinale lag der Weltranglisten-Fünfte gegen den japanischen Qualifikanten Sho Shimabukuro überraschend mit 4:6 zurück, als die Partie am Freitag gegen 20.45 Uhr wegen Dunkelheit abgebrochen wurde. Shelton muss den Satzrückstand am Samstag drehen, um das Halbfinale zu erreichen.
Die besondere Situation entsteht durch mehrere wetterbedingte Unterbrechungen während der Turnierwoche. Der Sieger der Partie Shelton gegen Shimabukuro trifft im Halbfinale direkt auf den Tschechen Jiri Lehecka und müsste damit am vorletzten Turniertag zweimal antreten.
Geduldsprobe für Spieler und Zuschauer
Schon zuvor hatte Shelton einen langen Tag hinter sich. Am Freitag wurde zunächst sein Achtelfinale fortgesetzt, das am Donnerstagabend wegen Regen unterbrochen worden war. Gegen seinen Landsmann Marcos Giron setzte sich Shelton nach Rückstand mit 6:7 (4:7), 6:4, 7:6 (7:5) durch.
Auch hier mussten Spieler und Zuschauer lange warten. Wegen anhaltenden Regens begannen die Matches nicht wie geplant am Vormittag, sondern erst rund viereinhalb Stunden später am Nachmittag.
Lehecka und Bublik bereits im Halbfinale
Jiri Lehecka steht bereits in der Runde der letzten Vier. Der Tscheche gewann sein Viertelfinale gegen den früheren Stuttgart-Sieger Frances Tiafoe mit 6:4, 7:6 (7:4).
Im zweiten Halbfinale trifft Titelverteidiger Taylor Fritz aus den USA auf den Kasachen Alexander Bublik. Bublik setzte sich in einem engen Match gegen den Franzosen Giovanni Mpetshi Perricard mit 7:6 (7:5), 7:6 (7:3) durch.
Fritz musste für seinen Erfolg hart arbeiten. Der US-Amerikaner gewann sein Viertelfinale gegen den italienischen Außenseiter Mattia Bellucci mit 5:7, 7:5, 7:5. „Ich werde wirklich getestet hier in diesen Matches“, sagte Fritz nach der Partie.
Zverev verzichtet auf Start
Der deutsche Spitzenspieler Alexander Zverev fehlt in diesem Jahr beim mit 768220 Euro dotierten Turnier. Nach seinem Triumph bei den French Open legt er eine kurze Pause ein und startet seine Vorbereitung auf Wimbledon erst in der kommenden Woche beim Turnier in Halle.
Die Hoffnungen auf einen deutschen Spieler in der entscheidenden Turnierphase hatten sich in Stuttgart früh zerschlagen. Jan Lennard Struff und Yannick Hanfmann erreichten zwar das Achtelfinale, schieden dort jedoch aus. dpa/red
Autor:Anouar Touir aus Ludwigshafen |