Schiri-Wirbel beim VfB Stuttgart: Undav greift Welz an
- Auch Deniz Undav kritisierte den Schiedsrichter.
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Stuttgart. Nach dem dramatischen Einzug des VfB Stuttgart ins DFB Pokalfinale sorgt eine umstrittene Schiedsrichterentscheidung für heftige Diskussionen. Selbst VfB Stürmer Deniz Undav stellte sich nach dem 2:1 nach Verlängerung gegen den SC Freiburg öffentlich gegen die Entscheidung des Unparteiischen.
Der Auslöser war eine Szene direkt zu Beginn der Verlängerung. Freiburg glaubte bereits an die Führung durch Lucas Höler. Doch noch bevor der Ball im Tor landete, pfiff Schiedsrichter Tobias Welz ein Foul an VfB Abwehrchef Jeff Chabot. Der Treffer zählte nicht. Undav zeigte sich nach dem Spiel deutlich. „Einen krasseren Fehler kannst du als Schiri kaum machen. Gut für uns. Aber das darfst du nie und nimmer wegpfeifen“, sagte der Nationalspieler.
Freiburg sieht reguläres Tor
Auch beim SC Freiburg sorgte die Szene für großen Ärger. Torschütze Höler widersprach der Bewertung klar. „Ich versuche nur, meinen Körper reinzustellen. Für mich ist das absolut kein Foulspiel“, sagte er beim TV Sender Sky. Nach der Szene habe er direkt mit Schiedsrichter Welz gesprochen. „Ich habe ihm gesagt, dass es eine Frechheit ist, das wegzupfeifen. Er meinte, es sei eine glasklare Entscheidung“, berichtete Höler. Auch Freiburgs Trainer Julian Schuster und Kapitän Christian Günter waren überzeugt, dass der Treffer hätte zählen müssen.
Weitere Kritik am Spielleiter
Günter kritisierte die Entscheidung scharf. „Wenn das ein Foul ist, dann muss ich hier und heute meine Karriere beenden. Das ist wirklich gar nichts“, sagte der Linksverteidiger. Die Freiburger fühlten sich zudem in weiteren Situationen benachteiligt. In der ersten Halbzeit forderten sie einen Elfmeter nach einem Zweikampf zwischen Angelo Stiller und Maximilian Eggestein. Außerdem ärgerte der SC, dass Welz die Verlängerung etwas früher als angezeigt beendete.
Auch VfB Trainer Sebastian Hoeneß zeigte Verständnis für den Frust des Gegners. „Die Situation darfst du nicht abpfeifen. Da hätten wir genauso reagiert wie Freiburg“, sagte der Stuttgarter Coach. Undav ging noch einen Schritt weiter und kritisierte den Schiedsrichter grundsätzlich. Welz habe das emotionale Baden-Württemberg-Duell nicht gut kontrolliert und zu viele Gelbe Karten gezeigt. „Man kann auch nicht mit ihm reden. Ich mag den eh nicht. Wir hatten schon mal ein Problem“, sagte der Angreifer nach dem Spiel. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |