SC Freiburg U 19 vor Pokalduell gegen VfB Stuttgart

Die U 19 des SC Freiburg trifft im DFB-Pokal der Junioren auf den VfB Stuttgart. | Foto: Anouar Touir
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Freiburg. Die U 19 des SC Freiburg steht in der zweiten Runde des DFB-Pokals der Junioren vor einem Baden-Württemberg-Derby. Das Team von Trainer Julian Wiedensohler tritt beim Titelverteidiger VfB Stuttgart an. Die Partie beginnt um 10.45 Uhr und wird nach Angaben des DFB live bei Sky und auf YouTube übertragen.

Für Freiburg ist es ein Duell mit besonderem sportlichem Gewicht: Der SC geht als Rekordpokalsieger im Juniorenwettbewerb in die Partie, Stuttgart als aktueller Titelverteidiger. Wiedensohler bezeichnete den VfB im Gespräch mit DFB.de als „Topadresse im deutschen Nachwuchsfußball“. Die Stuttgarter Mannschaft setze sich aus Spielern zusammen, die in der zurückliegenden Saison mit der U 17 Deutscher Meister und mit der U 19 Pokalsieger wurden.

Freiburg reist unbesiegt nach Stuttgart

Die Freiburger U 19 ist nach Angaben ihres Trainers bislang noch ungeschlagen. In der Vorbereitung habe sich das Team mit guten Turnierleistungen Selbstvertrauen erarbeitet, in der DFB-Nachwuchsliga sei der Start in der Gruppe gelungen. In der ersten Pokalrunde gewann Freiburg 4:0 bei Fortuna Köln.

Wiedensohler verwies zugleich darauf, dass in Stuttgart eine Leistungssteigerung nötig sei. Einen kleinen psychologischen Vorteil sieht der Trainer darin, dass Freiburg den VfB beim Bundesligacup in der Vorbereitung im Halbfinale nach Elfmeterschießen besiegt hatte. Für das Pokalspiel erwartet er nach eigenen Worten jedoch eine andere Partie.

Wiedensohler setzt auf Mut und Ballbesitz

Inhaltlich beschreibt der 40-Jährige die Freiburger Nachwuchsarbeit als mutig und aktiv. Seine Mannschaft solle Spiele möglichst über viel Ballbesitz bestimmen, Torchancen herausspielen und nach Ballgewinnen aktiv bleiben. Dieser Ansatz ziehe sich nach Angaben Wiedensohlers durch die Freiburger Fußballschule.

Als bisher positive Entwicklung nannte der Trainer den geschlossenen Auftritt seiner Mannschaft. Wichtig sei, gemeinsam das eigene Tor verteidigen zu wollen und für Gegner unangenehm zu sein. Der Pokal habe für ihn seinen Reiz durch die K.o.-Spiele: Am Ende dürfe nur eine Mannschaft jubeln.

Talent allein reicht aus Trainersicht nicht

Bei der Ausbildung der Nachwuchsspieler sieht Wiedensohler nicht nur die fußballerische Qualität im Mittelpunkt. Talent sei „lediglich die Eintrittskarte“ in diesen Bereich, sagte er im DFB-Interview. Entscheidend seien Einstellung, Charakter, Fleiß, Klarheit und der Wille, dauerhaft hungrig zu bleiben.

Die Freiburger Fußballschule wolle Spieler auf und neben dem Platz begleiten. Genannt werden Demut, Bodenständigkeit und Ehrlichkeit. Ziel sei es, möglichst viele Spieler in den Profibereich zu bringen, zugleich aber auch jene Nachwuchsspieler auf ein normales Berufsleben vorzubereiten, die diesen Weg nicht schaffen.

Anspruch in Freiburg ist gestiegen

Im Interview wurde auch die Entwicklung der Freiburger Profis angesprochen, die laut DFB vor wenigen Monaten erstmals im Finale der UEFA Europa-League standen. Wiedensohler berichtete von einer Bootsfahrt auf dem Bosporus am Finaltag in Istanbul, bei der unter einer Brücke große Flaggen von Aston Villa und dem SC Freiburg zu sehen gewesen seien.

Die gestiegenen Ansprüche und die höhere Qualität machten die Arbeit im Nachwuchsbereich herausfordernder, sagte Wiedensohler. Ein festes Saisonziel nannte er nicht. Das Motto laute, möglichst jedes Spiel am Wochenende zu gewinnen. Im Mittelpunkt stehe die Entwicklung der Spieler; nach einiger Zeit dürfte der Unterschied sichtbar sein.

Autor:

Anouar Touir aus Ludwigshafen

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