SC Freiburg spricht im Fan-Talk über Frauenfußball
- Die Frauen des SC Freiburg waren Thema beim Fan-Talk des Vereins.
- Foto: Anouar Touir
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Freiburg. Beim SC Freiburg hat eine neue Ausgabe des Fan-Talks Frauenfußball stattgefunden. Im Mittelpunkt standen nach Angaben des Vereins sportliche Fragen rund um die SC-Frauen sowie die laufenden Arbeiten am Dreisamstadion.
Zu Gast bei der von der Fanbetreuung organisierten Diskussionsveranstaltung waren Birgit Bauer-Schick, Bereichsleiterin Frauen- und Mädchenfußball, Trainer Marco Konrad und Kapitänin Lisa Karl. Die Veranstaltung war für Interessierte geöffnet und dauerte rund 90 Minuten.
Sportliche Entwicklung im Fokus
Zu Beginn ging es um die Saisonvorbereitung und die ersten Ligaspiele. Lisa Karl geht erneut als Kapitänin in die Saison 2026/27. Sie wolle in dieser Rolle „mitreißen und die gemeinsame Entwicklung vorantreiben“, wird sie vom Verein zitiert.
Trainer Marco Konrad nannte Kommunikation als Grundlage für die tägliche Arbeit. Nur darüber könne es gelingen, ein Team als Gemeinschaft zu formen, „das mit Herz und Leidenschaft auftritt, begeistert und den Sport auch für die Fans spielt“. Aus dem Publikum wurde laut Verein zurückgemeldet, dass sich bereits eine Entwicklung im Spiel der Mannschaft erkennen lasse.
Konrad betonte zudem, dass Vertrauen, Kommunikation und Überzeugung in den Aktionen wichtig seien. Der Fußball sei für ihn „ein bisschen wie das Abbild des Lebens mit all seinen Emotionen“. Man wolle „mit Freude spielen, um auch Freude bei den Fans zu entfachen“.
SC Freiburg sieht Liga enger zusammengerückt
Ein weiteres Thema war die veränderte sportliche Ausgangslage. Bauer-Schick und Konrad sprachen laut Vereinsangaben von einer neuen Erwartungshaltung. „Kleine Klubs und sichere Punkte gibt es nicht mehr“, sagte Bauer-Schick. Die Liga sei enger zusammengerückt, was Spiele für Fans spannender mache, zugleich aber die sportliche Herausforderung erhöhe.
Bauer-Schick erklärte, der Verein wolle seinen Weg fortsetzen, ohne die SC-Philosophie zu verlieren. Der Fokus liege weiter auf einer gesunden Entwicklung, das übergeordnete Ziel bleibe aber, konkurrenzfähig zu sein. Als einen Baustein nannte der Verein die Einbindung der früheren Spielerin Hasret Kayikci im Bereich Scouting und Management.
Arbeiten am Dreisamstadion gehen weiter
Auch die Infrastruktur am Dreisamstadion war Thema. Während vor der Haupttribüne weiter gearbeitet wurde, sind die Maßnahmen hinter der Nordtribüne nach Vereinsangaben weitgehend abgeschlossen. Die Nordtribüne war bereits gegen Union Berlin wiedereröffnet worden.
Fertiggestellt sind demnach der Trainingsplatz, der Torwarttrainingsplatz, ein neuer Soccer-Court, sanierte Sanitäranlagen, neue Verpflegungsmöglichkeiten hinter der Nordtribüne sowie Aufenthaltsbereiche entlang der Haupttribüne. Weiter gearbeitet wird am neuen Kunstrasenplatz, an Räumen für die Juniorinnen und an weiteren infrastrukturellen Bereichen.
Die geplante Verlegung der Kameraposition auf die Osttribüne ist vorerst pausiert. Hintergrund sind laut Verein noch offene TV-Voraussetzungen im Zusammenhang mit den neu ausgehandelten Medienrechten, die künftig nicht mehr beim DFB, sondern bei der neu gegründeten FBL liegen.
Zum Abschluss wurden Fan-Themen besprochen, darunter gemeinsame Auswärtsfahrten, Fahrgemeinschaften und künftig passendere Absprachen bei der Organisation von Heimspiel-Choreographien.
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |