SC Freiburg setzt in der Fußballschule auf Sportpsychologie
- Der SC Freiburg hat Einblicke in die sportpsychologische Arbeit seiner Fußballschule gegeben.
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Sport. Der SC Freiburg hat die sportpsychologische Arbeit in seiner Freiburger Fußballschule thematisiert. In einem Vereinsinterview gibt Philipp Himstedt Einblicke in seine Arbeit mit Nachwuchsspielern, vor allem aus der U19 und der U23.
Himstedt ist gemeinsam mit Luca Hauser als Sportpsychologe in der Freiburger Fußballschule tätig. Nach Angaben des Vereins studierte er Psychologie in Hamburg und Heidelberg und arbeitete unter anderem bei Mental Health First Aid in Mannheim, bevor er 2024 zum SC Freiburg wechselte.
Fokus auf beeinflussbare Situationen
Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen laut Himstedt unter anderem Gespräche über den Umgang mit Fehlern und Drucksituationen. Als Beispiel nennt er Fehlpässe im Spiel: Statt sich lange mit einer misslungenen Aktion zu beschäftigen, gehe es darum, den Blick auf das zu lenken, was weiterhin beeinflussbar ist.
Nach seiner Darstellung kann das bedeuten, sich an gelungene Aktionen zu erinnern oder sich auf die nächste konkrete Aufgabe auf dem Platz zu konzentrieren. Himstedt spricht in diesem Zusammenhang weniger von mentaler Stärke als von mentaler Flexibilität. Aus seiner Sicht unterscheide gerade der Umgang mit schwierigen Situationen erfolgreiche Athleten von weniger erfolgreichen.
Arbeit auf dem Platz und im Gespräch
Zur sportpsychologischen Arbeit gehören laut dem SC-Mitarbeiter Einzelgespräche, die Begleitung von Trainingseinheiten und Spielen sowie der Austausch mit den Trainern. Wichtig sei ihm, Inhalte nicht nur im Büro zu besprechen, sondern auch direkt auf dem Platz erlebbar zu machen.
Bei Spielen nehme er nach eigenen Worten eher eine beobachtende Rolle ein. Da Spieler nur begrenzt Informationen gleichzeitig verarbeiten könnten, wolle er nicht zusätzlich viele Anweisungen geben. Stattdessen beobachte er Abläufe innerhalb der Mannschaft und im Trainerteam und versuche, einen positiven und motivierenden Beitrag zu leisten. Die Aussagen stammen aus einem Interview im offiziellen Podcast des SC Freiburg, das der Verein am 20. Juli veröffentlicht hat.
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |