Premier League Darts 2026: Topstars, Debütanten & Kontroversen
- Premier League Darts 2026: Wer schafft es in die Playoffs?
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Premier League Darts 2026. Die Premier League wird mit einem hochkarätigen Feld um Titelverteidiger Luke Humphries und Doppel-Weltmeister Luke Littler in die neue Saison starten. Neben den Top 4 der Order of Merit – Littler, Humphries, Gian van Veen und Michael van Gerwen – wurden Jonny Clayton, Josh Rock, Stephen Bunting und Gerwyn Price als Wildcards nominiert, was in der Darts‑Szene allerdings alles andere als unumstritten ist.
Premier League Darts 2026: Alle wichtigen Daten
Die Premier League Darts 2026 startet am Donnerstag, 5. Februar 2026, um 20 Uhr in der Utilita Arena, Newcastle. Gespielt wird der Modus Best of 11 Legs an jedem Spieltag. Jeder Abend ist dabei als Mini-Turnier aufgebaut, bei dem der Sieger fünf Punkte für die Tabelle erhält. Der Finalist erhält drei Punkte, die beiden Halbfinalisten jeweils zwei Punkte. Wer in der ersten Runde des Abends ausscheidet verdient keine Punkte.
Am Ende der Spielzeit qualifizieren sich die Top 4 für die Playoffs. Im Halbfinale der Playoffs spielen die Profis dann Best of 19 Legs. Der krönende Abschluss ist das Playoff-Finale am Donnerstag, 28. Mai 2026, 22.20 Uhr. Hier geht es im Modus Best of 21 Legs in der O2 Arena in London um den Titel.
Insgesamt spielen die Stars der Dartsszene um das stolze Preisgeld von 1.250.000 Pfund. Der Sieger nimmt 350.000 Pfund mit nach Hause. Außerdem winkt dem jeweiligen Tagessieger eine Bonusprämie von 10.000 Pfund.
Die gesetzten Top 4
Luke Littler geht als zweifacher Weltmeister und Nummer 1 der Welt als großer Favorit in die Liga, da er 2025 und 2026 bei der WM eine herausragende Konstanz auf der größten Bühne bewiesen hat und auch sonst das Jahr oft nach Belieben dominierte. Sein hohes Scoring und seine Coolness in Entscheidungsleg‑Situationen machen ihn zum Maßstab für das gesamte Feld.
Luke Humphries ist als Titelverteidiger der Premier League und Weltmeister von 2024 der wohl kompletteste Spieler im Feld, der bereits 2025 bewiesen hat, wie gut ihm das Wochenformat mit 16 Spieltagen liegt. Seine Stärke in längeren Matches und seine Checkout-Quote sprechen dafür, dass er erneut in die Playoffs einziehen kann, um seinen Titel zu verteidigen. Bei der WM gab es allerdings einen ordentlichen Dämpfer, als er von Van Veen klar und deutlich im Viertelfinale bezwungen wurde.
Gian van Veen krönt seinen rasanten Aufstieg mit einem Premier‑League‑Debüt, das er als amtierender Vizeweltmeister, European Champion, Jugendweltmeister und Nummer 3 der Welt antritt. Der junge Niederländer bringt enorme Scoring‑Power mit und gilt als einer der Spieler, die über die Saison hinweg immer wieder für Überraschungssiege sorgen können, auch gegen die beiden Topfavoriten Littler und Humphries.
Michael van Gerwen bleibt trotz jüngerer Rückschläge ein Fixpunkt der Liga, schließlich ist er mehrfacher Weltmeister und einer der erfolgreichsten Premier‑League‑Spieler überhaupt. Seine Erfahrung im Format und die Fähigkeit, sein Scoring im Verlauf eines Spieltags spontan “anzuziehen”, machen ihn automatisch zu einem Mitfavoriten, auch wenn die großen Erfolge in der jüngeren Vergangenheit ausblieben.
Die vier Wildcards
Jonny Clayton kehrt als Premier‑League‑Champion von 2021 mit viel Erfahrung in den Wettbewerb zurück. Der Waliser hat bei mehreren Majors 2025 späte Runden erreicht und gilt mit seinem guten Timing auf die Doppel als einer, der jederzeit tief in den Abend vordringen kann.
Josh Rock feiert sein Premier‑League‑Debüt und steht wie auch Van Veen und Littler stellvertretend für den Generationswechsel im Darts. Mit Halbfinalteilnahmen bei großen Turnieren, dem Sieg bei der Team-WM an der Seite von Daryl Gurney und starken Auftritten bei der WM hat er gezeigt, dass er das Niveau für die ganz große Bühne besitzt, auch wenn die Titel bisher ausgeblieben sind.
Stephen Bunting sichert sich über seine gute Bilanz auf der European Tour sowie bei den Majors und eine über weite Teile starke WM einen Platz. Seine Konstanz über die Saison hinweg macht ihn zu einem würdigen Teilnehmer der Premier League sowie zu einem gefährlichen Außenseiter im Kampf um die Playoffs. Darüber hinaus hat Bunting nach einer schwachen Premier-League-Kampagne aus dem vergangenen Jahr noch eine Rechnung mit der Eliteliga offen.
Gerwyn Price erhält trotz seiner Platzierung hinter anderen potenziellen Kandidaten in der Weltrangliste eine Wildcard, was den Unterhaltungsfaktor des Walisers und seine Zugkraft für die Arenen unterstreicht. Der ehemalige Weltmeister, mehrfache Major-Sieger und Premier‑League‑Finalist bringt emotionales Auftreten, große Bühnenerfahrung und genug Klasse mit, um potenziell jeden Abend sowie die gesamte Spielzeit gewinnen zu können.
Kontroverse um Searle, Noppert und Wade
Die Entscheidung, den WM‑Halbfinalisten und die neue Nummer Acht der Welt, Ryan Searle, nicht zu berücksichtigen, sorgt insbesondere deshalb für Kritik, weil sein WM‑Lauf und starke Leistungen im Jahr 2025 ihn für viele Beobachter zu einem logischen Kandidaten gemacht hatten. Auch Danny Noppert und James Wade, die in der Rangliste vor Price liegen, bleiben außen vor, obwohl Wade im vergangenen Jahr mehrere Major‑Finals erreicht hat und als einer der konstantesten Spieler auf der Tour gilt und auch Noppert immer wieder für Aufsehen bei den Majors sorgen konnte. Aber wie schon öfter in der Vergangenheit entschied sich die PDC mit Price für einen Publikumsmagneten, der, anders als Wade oder Noppert, große Emotionen auf die Bühne transportieren kann und zudem gerne für die eine oder andere Kontroverse sorgt.
Der Fall Gary Anderson
Eine weitere zentrale Person bei der Diskussion um die diesjährige Premier League ist Gary Anderson, der nach seiner starken Form und seinem Lauf bei der WM bis ins Halbfinale als nahezu sicherer Kandidat galt. Der zweimalige Weltmeister hatte allerdings bereits während der WM öffentlich erklärt, die Premier League auslassen zu wollen, weshalb die PDC seinen Namen bei der Auswahl wohl gar nicht erst ernsthaft in Betracht zog. Dadurch entstand zusätzlicher Spielraum für Spieler wie Rock, Bunting oder Price, die wohl nicht alle einen Platz bekommen hätten, wenn der Flying Scotsman zur Verfügung gestanden hätte.
Autor:Stephanie Walter aus Wochenblatt Kaiserslautern |
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