Pokalfinale verloren: VfB Stuttgart unterliegt Bayern 0:3
- Matchwinner Harry Kane
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Stuttgart. Der VfB Stuttgart hat das Finale im DFB Pokal verloren. Gegen den FC Bayern München setzte es im Berliner Olympiastadion ein 0:3. Entscheidender Spieler war Stürmer Harry Kane mit drei Treffern.
Über lange Zeit hielt der VfB das Spiel offen. Die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß verteidigte diszipliniert und störte das Münchner Aufbauspiel mit viel Laufarbeit. Klare Chancen blieben zunächst auf beiden Seiten selten.
Schon früh hatte Stuttgart Möglichkeiten. Angelo Stiller verzog nach einem Fehlpass im Bayern Spielaufbau deutlich. Auch Maximilian Mittelstädt und Chris Führich sorgten mit Abschlüssen für Gefahr. Der Titelverteidiger zeigte sich mutig und zwang den Favoriten immer wieder zu langen Bällen.
Kane entscheidet das Finale
Nach torloser erster Halbzeit kippte die Partie im zweiten Durchgang. Michael Olise flankte präzise in den Strafraum. Harry Kane traf in der 55. Minute per Kopf zur Führung für Bayern.
Der VfB musste danach mehr riskieren. In der Schlussphase nutzte Kane die Räume konsequent. In der 80. Minute traf der englische Stürmer aus kurzer Distanz zum 2:0. In der Nachspielzeit verwandelte er zusätzlich einen Handelfmeter sicher zum 3:0 Endstand.
Für Kane waren es bereits die Treffer neun und zehn im laufenden Pokalwettbewerb. Insgesamt erzielte der Angreifer in dieser Saison 60 Pflichtspieltore.
Fanproteste sorgen für Unterbrechung
Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit kam es im Stadion zu Protesten aus beiden Fanlagern gegen den Deutschen Fußball Bund. Transparente und Sprechchöre waren zu sehen und zu hören. Zudem wurde viel Pyrotechnik gezündet. Wegen der starken Rauchentwicklung wurde die Partie zwischenzeitlich für mehrere Minuten unterbrochen.
Bayern sichern sich das Double
Für den FC Bayern ist es der 21. Pokalsieg der Vereinsgeschichte. Nach der bereits gewonnenen Meisterschaft holten die Münchner damit das Double.
Der VfB Stuttgart verpasste dagegen die erfolgreiche Titelverteidigung. Die Mannschaft hatte im Jahr zuvor das Pokalfinale noch gewonnen. Trotz der Niederlage hielt der Bundesligist das Spiel lange offen und verlangte dem Favoriten viel Geduld ab. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |