Patzer beim SC Freiburg: Towart Backhaus vor Werder-Spiel im Fokus
- Am Sonntag trifft Mio Backhaus mit Freiburg auf seinen Ex-Club Bremen
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Freiburg. Für Fans des SC Freiburg steht zum Bundesliga-Start am Sonntag, 30. August, eine zentrale Personalie im Tor im Blick: Neuzugang Mio Backhaus muss nach einem Patzer im Europacup direkt gegen seinen früheren Club Werder Bremen bestehen.
Beim 4:1 gegen den FC Motherwell am 27. August wurde der 22-Jährige auf ungewöhnliche Weise gestützt. Aus dem Freiburger Fanblock kamen laute „Mio Backhaus“-Sprechchöre. Kurz zuvor war dem neuen Stammtorwart ein harmloser Schuss durch die Finger gerutscht.
Rückhalt nach dem Fehler
Trainer Julian Schuster wertete die Reaktion von Mannschaft und Publikum positiv. Alle hätten „richtig reagiert“, sagte er. Vielleicht sei der Fehler sogar „eine Chance“. Backhaus werde daraus lernen, zeigte sich der Coach überzeugt.
Für den SC Freiburg fiel der Patzer gegen Motherwell sportlich nicht entscheidend ins Gewicht. Der klare Sieg brachte den Badenern einen stimmungsvollen Abend in der Conference-League-Qualifikation. Für Backhaus war die Szene dennoch ein früher Test in seinem neuen Umfeld.
Warum Backhaus sofort im Fokus steht
Der Torwart ist beim SC aus mehreren Gründen eine besonders beobachtete Personalie. Er kostete nach Angaben der Meldung zwölf Millionen Euro Ablöse. Zudem folgt er auf Noah Atubolu, der das Freiburger Tor in den vergangenen Jahren geprägt hat und nun auf Leihbasis zu Eintracht Frankfurt wechselt.
Dazu kommt das besondere Wiedersehen am Sonntag, 30. August. Das Bundesliga-Spiel gegen Werder Bremen beginnt um 15.30 Uhr und wird bei DAZN übertragen. Backhaus spielte viele Jahre in Bremen und war dort zuletzt Bundesliga-Stammtorwart.
Teamkollegen loben den neuen Torwart
Stürmer Igor Matanovic nannte Backhaus einen „super Jungen“. Der Fehler sei „überhaupt nicht schlimm“. Backhaus bringe sich beim SC bisher „überragend“ ein, sagte Matanovic. Nach der Szene war er sofort zu seinem Torwart gelaufen und hatte ihn aufgemuntert.
Auch Vincenzo Grifo hob die Qualitäten des U21-Nationaltorhüters hervor. Backhaus beschäftige sich viel mit Fußball, sei hungrig und versuche, Dinge schnell umzusetzen. Abseits des Rasens wirke er ruhig. Auf dem Feld habe er „unglaubliche Qualitäten“ und sei ein „sehr, sehr guter Torwart“.
Für Freiburgs Fans bedeutet das vor dem Ligastart: Die neue Nummer eins bekommt Rückhalt, steht aber direkt unter Beobachtung. Gegen Werder kann Backhaus zeigen, wie schnell er den ersten Fehler im SC-Trikot verarbeitet hat. dpa/red
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |