MagentaSport: Brinkmann entschuldigt sich nach Rostocks 0:4
- MagentaSport: Nach Rostocks 0:4 in Köln und Werders 1:0 im Nordderby bleiben vor allem die klaren Reaktionen nach Abpfiff hängen.
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MagentaSport. Zwei Spiele, zwei komplett unterschiedliche Abende: In der 3. Liga kassiert Hansa Rostock bei Viktoria Köln ein 0:4. In der Google Pixel Frauen-Bundesliga feiert Werder Bremen im Nordderby gegen den HSV einen 1:0-Sieg vor fast 27.000 Fans im Weserstadion.
Rostocks Trainer Daniel Brinkmann fand nach Abpfiff klare Worte. „Köln war in allen Belangen besser. [...] Das war eine desolate Leistung, für die man sich nur entschuldigen kann. Wenn man sieht, wie unsere Fans uns trotzdem bis zur 90. Minute unterstützen , da schämt man sich für so ein Spiel!“, sagte Brinkmann.
Rostocks Fehlstart in Köln: 0:4 nach vier Toren
Viktoria Köln legte früh den Grundstein: Niklas Castelle traf in der 12. Minute, David Otto nur drei Minuten später zum 2:0. Nach der Pause erhöhte Lucas Wolf (60.), erneut Otto machte in der 64. Minute den Endstand perfekt.
Rostocks Florian Carstens ordnete die Niederlage ebenfalls deutlich ein. „Hier ist es immer schwer zu spielen. Viktoria spielt den besten Fußball in der Liga. Dann muss vorne das Anlaufen perfekt stimmen. Das haben wir nicht richtig gemacht, wir haben hinten nicht zugepackt. Das ist im Kollektiv zu wenig“, so Carstens.
Viktoria Köln: „Das Defensive war der Schlüssel“
Viktoria-Coach Marian Wilhelm sah in dem Auftritt seiner Mannschaft die „wahrscheinlich“ beste Leistung in seiner Amtszeit. „Da kann ich nur den Hut ziehen , gerade defensiv haben die Jungs das unfassbar stark kontrolliert. Dann kommt der Fußball on-top. Aber das Defensive war der Schlüssel“, sagte Wilhelm.
In der Tabelle zog Köln mit nun 9 Punkten an Rostock vorbei. Auffällig: Beide Doppelschläge fielen jeweils in kurzer Folge, erst in der ersten Hälfte, dann erneut nach der Pause.
Nordderby vor großer Kulisse: Werder gewinnt durch Jaron
Im Weserstadion entschied ein Standard das Spiel: Isabella Jaron traf nach einer Ecke zum 1:0 für Werder Bremen gegen den Hamburger SV. Für die Torschützin war es ein besonderer Moment: „Hätte man mir vor 20 Jahren gesagt, dass ich irgendwann für Werder spielen werde und ein Tor in meinem ersten Derby mache, dann hätte ich das wahrscheinlich so unterschrieben. Dass es wirklich so passiert, ist ein Traum“, sagte Jaron.
Auch die Atmosphäre blieb bei vielen hängen. Werders Trainerin Friederike „Fritzy“ Kromp sagte: „Das ist schon einzigartig, was hier passiert. Dafür beneidet uns die ganze Liga, glaube ich. Es sind nicht nur Zuschauerinnen und Zuschauer, es sind wirklich Fans. Es ist alles grün-weiß. Unfassbar, was da abgeht.“
Weserstadion bleibt Thema, auch über das Derby hinaus
Klaus Filbry, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Werder Bremen, kündigte an, dass es in dieser Saison ein weiteres Frauen-Heimspiel im Weserstadion geben soll. „Wir werden dieses Jahr auf jeden Fall noch ein zweites Spiel hier im Stadion machen , perspektivisch sicherlich auch mehr als zwei. Aber ich möchte, wenn wir hier ins Stadion gehen, dass es etwas Besonderes ist“, so Filbry.
MagentaSport-Expertin Tabea Kemme fasste ihre Eindrücke von den Rängen so zusammen: „Ununterbrochen Stimmung von den Rängen in den 90+7 Minuten , großartig!“, sagte Kemme. [red]
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |