Kritik am Tennis-Turnier in Stuttgart: Direktor fordert mehr Hilfe
- Stuttgarts Turnierdirektor Edwin Weindorfer kritisiert die mangelnde Unterstützung der Stadt Stuttgart für das Tennis-Event.
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Stuttgart. Beim Rasenturnier auf dem Stuttgarter Weissenhof gibt es Kritik an der Unterstützung durch die Stadt. Turnierdirektor Edwin Weindorfer fordert ein stärkeres Engagement der Kommune für das international bekannte Tennis-Event.
Weindorfer erklärte, seine Kritik richte sich nicht gegen Stuttgart als Austragungsort. Sie entstehe aus dem Vergleich mit anderen europäischen Städten. „Meine Kritik erfolgt nur deswegen, weil ich weiß, was die anderen Städte in Europa für solche Events bezahlen“, sagte der Veranstalter, der das Turnier mit seiner Vermarktungsagentur organisiert. Stuttgart sei für ihn im Vergleich „absolutes Schlusslicht“.
Gespräch mit Oberbürgermeister beim Finale
Beim Finale der Boss Open zwischen den beiden US-Profis Ben Shelton und Taylor Fritz war auch Stuttgarts Oberbürgermeister Frank Nopper vor Ort. Die Organisatoren wollten den Besuch nutzen, um mit dem CDU-Politiker über die Situation zu sprechen.
Turnier sieht hohen Werbewert für Stuttgart
Weindorfer betonte, dass er keine Unterstützung in der Größenordnung anderer Städte verlange. Beispiele seien Hamburg oder München. Wichtig sei ein „faires Gespräch“ und mehr Wertschätzung für das Turnier.
Nach Angaben des Turnierdirektors bringe das Event der Stadt eine hohe mediale Präsenz. Allein durch Berichterstattung werde ein Werbewert von mehr als 20 Millionen erzielt.
Oberbürgermeister Nopper hatte in der Turnierwoche auf Nachfrage erklärt, dass das Tennis-Turnier eine starke Imagewirkung für Stuttgart habe. Gleichzeitig verwies er auf die angespannte Haushaltslage der Stadt. In vielen Bereichen habe es Kürzungen gegeben. Deshalb sei auch das Turnier von spürbaren Einsparungen betroffen gewesen. Maßnahmen im Umfeld, die ohne großen finanziellen Aufwand möglich seien, wolle die Stadt dennoch unterstützen. dpa/red
Autor:Anouar Touir aus Ludwigshafen |