Klopp beim VfB Stuttgart: Pejcinovic rückt in den Fokus
- Jürgen Klopp hat seine Arbeit als neuer Bundestrainer längst aufgenommen.
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Stuttgart. Für Fußballfans im Südwesten wird der Neustart der Nationalmannschaft konkret: Jürgen Klopp kommt am Montag, 31. August, zum VfB Stuttgart und nimmt auch mögliche DFB-Kandidaten wie Deniz Undav und Dzenan Pejcinovic in den Blick.
Der neue Bundestrainer legt schon vor seinem ersten Training ein hohes Tempo vor. Sein Länderspieldebüt gegen die Niederlande steht erst am Donnerstag, 24. September, in Amsterdam an. Trotzdem ist Klopp bereits in Stadien unterwegs, führt Gespräche mit Trainern und Spielern und arbeitet sich in internen DFB-Runden in die neue Aufgabe ein.
VfB-Besuch als wichtiger Baustein
In Stuttgart will Klopp nach dpa-Informationen mit VfB-Trainer Sebastian Hoeneß sprechen. Für den Club ist der Austausch auch sportpolitisch wichtig, weil mehrere Spieler für die Nationalmannschaft infrage kommen oder ihren Platz dort festigen wollen.
Neben etablierten Kandidaten wie Deniz Undav rückt besonders Dzenan Pejcinovic in den Fokus. Der Stürmer gehört bislang zur U21-Nationalmannschaft und darf auf eine Perspektive im A-Team hoffen. „Ich habe ihm gesagt, dass wir uns treffen“, sagte Klopp in München über Pejcinovic.
Klopp will Vereine enger einbinden
Der frühere Vereinstrainer versucht, seine neue Rolle früh mit engen Kontakten in die Bundesliga zu verbinden. Am 28. August saß er beim Eröffnungsspiel zwischen dem FC Bayern und dem VfB Stuttgart in der Allianz Arena. Am 29. August gab er nach eineinhalb Jahren als Head of Global Soccer seinen Ausstand bei Red Bull. Für Sonntag, 30. August, war ein Austausch beim FC Bayern geplant, danach ein Abstecher zur Partie Augsburg gegen Schalke.
Münchens Sportvorstand Max Eberl beschrieb den geplanten Bayern-Besuch erst scherzhaft mit „Kaffee, Kuchen, vielleicht eine Leberkäsesemmel“, betonte dann aber den sportlichen Nutzen. Der Austausch mit dem Bundestrainer sei wichtig, weil der FC Bayern viele Nationalspieler stelle.
Klopp selbst formuliert seinen Ansatz klar: „Ich versuche einfach, alle mitzunehmen auf dem Weg, den wir gehen wollen.“ Die Nationalmannschaft solle auch für die Vereine „einen Mehrwert“ darstellen. Dazu gehören Gespräche mit Trainern wie Vincent Kompany, Nico Kovac und Sebastian Hoeneß.
Erster Kader kommt Mitte September
Unklar ist noch, wie deutlich Klopp den Kader nach dem WM-Flop umbauen wird. Sein erstes Aufgebot will er am Donnerstag, 17. September, vorstellen. Vier Tage später trifft sich die Mannschaft im Stammquartier in Herzogenaurach.
Kapitän Joshua Kimmich dürfte weiter dazugehören. Der Bayern-Profi berichtete von einem ersten Austausch mit Klopp, wollte aber keine Details öffentlich machen. Auch Florian Wirtz, inzwischen beim FC Liverpool, hatte bereits ersten Kontakt mit dem neuen Bundestrainer. „Ich hatte vorher noch nie Kontakt zu ihm“, sagte der 23-Jährige.
Klopp beruhigt Musiala nach Diagnose
Eine klare Botschaft sendete Klopp an Jamal Musiala. Der Bayern-Star hatte nach zwei Zusammenbrüchen in Testspielen eine neurologische Dysfunktion öffentlich gemacht. Musiala trainiert wieder, spielt aber noch nicht.
Klopp sicherte Musiala in einer Sprachnachricht volle Unterstützung zu. Eine Sorge könne er ihm nehmen: Auswirkungen auf die Nationalmannschaft habe die Situation nicht. Entscheidend sei jetzt Geduld. Klopp sagte: „Junge, werd' gesund – und dann ist die Tür offen.“ dpa/red
Autor:Anouar Touir aus Ludwigshafen |