Klatsche für VfB Stuttgart: Die Lehren aus dem bitteren 1:5 gegen Bayern
- Jeff Chabot (links) und der VfB kamen in München unter die Räder
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Stuttgart. Für Fans des VfB Stuttgart ist das 1:5 zum Bundesliga-Start beim FC Bayern ein deutlicher Stimmungsdämpfer: Der Club muss vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Köln am Freitag, 4. September, schnell wieder Stabilität finden. Sportvorstand Fabian Wohlgemuth ordnete die Niederlage in München nüchtern ein. „Im Grunde war es wieder ein normaler Tag“, sagte er.
Der VfB zeigte auch beim Meister Mut und Entschlossenheit, konnte das hohe Niveau aber nicht über 90 Minuten halten. Die Bilanz gegen Bayern bleibt ernüchternd. Sieben Pflichtspielniederlagen in Serie, 26 Gegentore in diesen Spielen. Für Stuttgart ist das die zentrale Lehre: Gute Phasen reichen gegen den Rekordmeister nicht, wenn sie nicht mit Toren belohnt werden.
Bredlow bekommt Lob, der Rest muss reagieren
Wohlgemuth nannte die erneute Niederlage „deprimierend“. Jeder könne sich hinterfragen, „was er im nächsten Spiel besser machen kann“. Ein Sonderlob erhielt Torhüter Fabian Bredlow. Der Vertreter des verletzten Dennis Seimen zeigte nach Einschätzung des Sportvorstands eine „rundum tadellose Leistung“.
Gegen Köln dürfte Bredlow weniger unter Druck geraten als in München. Entscheidend wird aber, wie schnell die Mannschaft die klare Niederlage verarbeitet. Trainer Sebastian Hoeneß fordert, „Woche für Woche besser zu werden“. Der Anspruch bleibt damit klar: Wenn der VfB nicht auf Bayern-Niveau spielt, soll er sich mindestens vor vielen anderen möglichen Bayern-Jägern behaupten.
Gute Phasen bleiben ohne Ertrag
Das Spiel erinnerte an das DFB-Pokalfinale im Mai. Auch damals hielt Stuttgart lange dagegen und verlor am Ende klar. Hoeneß sieht deshalb einen wiederkehrenden Punkt: Der VfB muss starke Phasen nutzen, um das Momentum zu verändern.
Tiago Tomás vergab die Chance zur Stuttgarter Führung. Danach traf Dayot Upamecano für Bayern. Josha Vagnoman erzielte zwar den Ausgleich, sein Eigentor zum 1:3 kippte die Partie aber endgültig zugunsten der Münchner. Hoeneß sprach von „harten“ Minuten. Neben der individuellen Qualität der Bayern fehlte Stuttgart am Ende auch die Kraft, das intensive Mann-gegen-Mann-Verteidigen über die volle Distanz durchzuhalten.
Undav bringt das Grundproblem auf den Punkt
„Es war gelaufen wie gefühlt jedes Mal gegen die Bayern“, sagte Kapitän Deniz Undav. „Wir wollten mutig sein, Bayern macht uns dann fertig.“ Hoeneß verwies darauf, dass München in dieser Saison wohl auch andere Gegner deutlich schlagen werde. Für Stuttgart soll das Ergebnis dennoch keine Ausrede sein.
Der Kader bietet weiter Potenzial. Neuzugang Dzenan Pejcinovic aus Wolfsburg erweitert die Offensive. Mehrere Nationalspieler arbeiten nach dem WM-Sommer noch an ihrer körperlichen Verfassung. Wohlgemuth sprach von einem „schlechten Start“. Entmutigen soll dieser die Stuttgarter aber nicht. dpa/red
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |