Kaderchance beim VfB Stuttgart: Klopp trifft Pejcinovic
- Jürgen Klopp setzt weiter voll auf Jamal Musiala.
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Stuttgart. Für Fans des VfB Stuttgart rückt Dzenan Pejcinovic vor Klopps erstem DFB-Kader in den Fokus – in Stuttgart will der Bundestrainer den neuen Stürmer am Montag, 31. August, treffen. Das kündigte Jürgen Klopp beim Bundesliga-Auftaktspiel des FC Bayern gegen den VfB Stuttgart in München bei Sat.1 an.
Der 21-jährige Pejcinovic war Anfang August vom Bundesliga-Absteiger VfL Wolfsburg zu den Stuttgartern gewechselt. In seinem ersten Pflichtspiel für den VfB setzte er gleich ein klares Signal: Am 21. August traf der U21-Nationalspieler im DFB-Pokal bei Hansa Rostock dreimal.
Warum Pejcinovic für Klopp interessant wird
Klopp bereitet seine erste Kader-Nominierung als Bundestrainer vor. Der Nachfolger von Julian Nagelsmann will sein Aufgebot am Donnerstag, 17. September, bekannt geben. Pejcinovics starker Start beim VfB Stuttgart macht ihn zumindest zu einem Spieler, den der Bundestrainer genau beobachten will.
Zu dem geplanten Austausch sagte Klopp, er habe Pejcinovic mitgeteilt, „dass ich am Montag in Stuttgart bin und wir uns treffen“. Ob der Stürmer schon im ersten Aufgebot steht, ließ Klopp offen.
Musiala bekommt Rückhalt vom Bundestrainer
Neben dem VfB-Thema sprach Klopp in München auch ausführlich über Jamal Musiala. Der Bayern-Profi war in den letzten Vorbereitungspartien gegen RB Leipzig und den 1. FC Heidenheim jeweils auf dem Rasen zusammengebrochen. Danach fehlte er im Supercup gegen Borussia Dortmund und verpasste auch den Ligastart gegen Stuttgart.
Nach Angaben von Bayerns Sportvorstand Max Eberl hat Musiala schon länger eine Erkrankung. Durch eine veränderte Medikation sei es zu Krampfanfällen in kürzerer Zeit gekommen. In Abstimmung mit den Ärzten gehe es darum, die Medikation richtig einzustellen.
Klopp stellte klar, dass Musiala wegen der gesundheitlichen Situation keine Nachteile in der Nationalmannschaft befürchten müsse. „Die eine Sorge, dass das irgendwie Auswirkungen auf die Nationalmannschaft hat, die kann ich ihm nehmen. Denn die hat es natürlich nicht – ganz im Gegenteil“, sagte der 59-Jährige.
Sprachnachricht statt Anruf
Seine Unterstützung übermittelte Klopp Musiala auch persönlich. Er habe dem 23 Jahre alten Bayern-Profi eine Sprachnachricht geschickt. Der Grund war aus Klopps Sicht einfach: „Der kennt mich ja gar nicht. Er hat meine Nummer nicht.“ Wenn er direkt angerufen hätte, sagte Klopp lächelnd, wäre Musiala vermutlich nicht ans Telefon gegangen.
Sportlich hält Klopp große Stücke auf Musiala. Bayern-Trainer Vincent Kompany habe ihm bestätigt, dass der Offensivspieler wieder in sehr guter Verfassung sei. Im Mittelpunkt stehe aber Geduld. „Junge, werd' gesund – und dann ist die Tür offen“, sagte Klopp.
Diese Termine stehen für den DFB an
Nach der Kader-Nominierung am Donnerstag, 17. September, soll sich die Nationalmannschaft am Montag, 21. September, im DFB-Stammquartier in Herzogenaurach versammeln. Am Donnerstag, 24. September, folgt in Amsterdam das Nations-League-Spiel gegen die Niederlande und damit Klopps Debüt als Bundestrainer. Für VfB-Profi Pejcinovic zählt bis dahin vor allem jeder weitere Auftritt im Verein. dpa/red
Autor:Anouar Touir aus Ludwigshafen |