Hockey-WM: DHB trennt sich von Bundestrainerin Janneke Schopmann
- Janneke Schopmann: Der Deutsche Hockey-Bund trennt sich nach Platz 6 bei der WM von der Bundestrainerin der Frauen. Sportdirektor Martin Schultze nennt als Grund die unzufriedenstellende Entwicklung der Mannschaft.
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Hockey. Janneke Schopmann ist nicht mehr Bundestrainerin der deutschen Hockey-Nationalmannschaft der Frauen. Sportdirektor Martin Schultze verkündete die Trennung bei MagentaSport einen Tag nach der Niederlage im Spiel um Platz 5 gegen Indien, noch vor dem WM-Endspiel.
Schultze begründete den Schritt mit Blick auf die kommenden Jahre. „Wir sind mit der Entwicklung der Mannschaft nicht zufrieden", sagte der Sportdirektor des Deutschen Hockey-Bunds.
Warum der DHB jetzt den Schnitt macht
Schultze betonte, die Entscheidung habe sich nicht allein am Turnierverlauf festgemacht. „Diese Entwicklung basiert nicht nur auf dem WM-Turnier. Wir waren schon länger im Austausch mit ihr über diese Themen und hatten uns bereits im März zusammengesetzt", so Schultze.
Die Platzierung bei der WM sei dabei nicht der ausschlaggebende Punkt gewesen. „Die Platzierung bei der WM ist zweitrangig", sagte Schultze und ergänzte zur schnellen Verkündung: „Wir wollten ihr das erst persönlich mitteilen und nicht an ihren Wohnsitz in die USA via Teams. Deshalb ging das nun sehr schnell nach der WM.
Janneke Schopmann: Rückblick auf die Amtszeit
Die Niederländerin übernahm den Job als Bundestrainerin im November 2024. Als größter Erfolg ihrer Amtszeit gilt Rang 2 bei der Heim-EM 2025.
Gleichzeitig machte Schultze deutlich, dass der Verband auch positiv auf die gemeinsame Zeit blickt. „Janneke Schopmann hat uns einst in einer sehr, sehr schweren Situation geholfen und uns zum WM-Silber geführt. Sie hat im 1. Jahr die Mannschaft top entwickelt. Diese Entwicklung ging nicht mehr so weiter", sagte Schultze.
Kritik von Expertinnen an Zeitpunkt und Strukturen
Bei MagentaSport kritisierten die Expertinnen Charlotte Stapenhorst und Anne Schröder die Entscheidung. „Die Entlassung von Janneke Schopmann ist nicht nachvollziehbar", sagte Stapenhorst und verwies unter anderem auf die sportlichen Ergebnisse wie EM-Silber und Platz 6 bei der WM.
Auch Schröder sieht vor allem das Timing als Problem. „Das ist ein ungünstiger Zeitpunkt für eine Mannschaft, die gerade im Prozess ist. Man nimmt der Mannschaft den letzten Abend des Turnieres. Der ist ganz wichtig. Man hat das gecrashed durch die Entlassung", sagte Schröder.
So geht es für das Team Richtung Los Angeles weiter
Wie es auf der Trainerposition weitergeht, ließ Schultze offen, verwies aber auf eine zeitnahe Lösung. „Wir haben schon Ideen. Es ist mein Job dies vorzubereiten. Wir können noch nichts verkünden. Wir werden zeitnah in die Gespräche einsteigen und wollen recht schnell eine Lösung präsentieren", sagte er.
MagentaSport überträgt das Finale der Frauen-WM Niederlande gegen Argentinien am heutigen Samstag live ab 16.50 Uhr. Das Männerfinale Spanien gegen Deutschland läuft am Sonntag live und kostenfrei ab 16.20 Uhr. [red]
Autor:Anouar Touir aus Ludwigshafen |