Hertha BSC: Darum reisen Fans ins Trainingslager nach Kitzbühel

Fans von Hertha BSC begleiten die Mannschaft auch im Trainingslager in Kitzbühel. | Foto: Anouar Touir
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Sport. Warum begleiten Fans Hertha BSC immer wieder ins Trainingslager? Dieser Frage ist der Verein in Kitzbühel mit mehreren Anhängern nachgegangen. In den Schilderungen geht es vor allem um die Nähe zur Mannschaft, gemeinsame Erlebnisse vor Ort und Kontakte, die über die Sommervorbereitung hinaus bestehen.

Steffen (49) und Dylan (17) sind nach Vereinsangaben bereits zum vierten Mal bei einem Trainingslager dabei. Frühere Stationen seien Zell am See, Walchsee und Kitzbühel gewesen. Vater und Sohn schildern vor allem den direkten Austausch mit Spielern bei Fanabenden als besonderen Reiz. Dylan erinnert sich daran, in einem der ersten Jahre mit Marten Winkler an einem Tisch gesessen zu haben. Steffen verweist zudem auf das Rahmenprogramm rund um den Aufenthalt, etwa organisierte Rafting-Touren.

Wiedersehen in Berlin und am Trainingsplatz

Nach Angaben der beiden entstehen bei den Reisen auch Kontakte unter Fans, die später in Berlin im Stadion wieder aufgegriffen werden. Dylan berichtet außerdem von einer früheren Begegnung mit Linus Gechter während eines Praktikums in einem Fitnessstudio. Mit Blick auf die Arbeit der Mannschaft in Österreich äußert er sich positiv über junge Spieler, die in seinem Alter an die Profis herangeführt würden, und nennt dabei auch Kennet Eichhorn als Beispiel für einen möglichen Talentdurchbruch.

Uta (63) verbindet ihre Trainingslager-Besuche vor allem mit der Fotografie. Nach eigenen Angaben reist sie seit 2006 regelmäßig mit und kommt auf 15 bis 20 Aufenthalte. Vor Ort fotografiere sie die Spieler in Serien und sammle die Aufnahmen über Jahre hinweg. Sie sagt, dass ihr besonders die Möglichkeit gefalle, den Spielern nahe zu sein und gemeinsame Fotos zu machen. Im kommenden Jahr wolle sie ausgedruckte Bilder unterschreiben lassen.

Fans berichten von Nähe und Gemeinschaft

Auch die Gemeinschaft unter den Anhängern beschreibt Uta als wichtigen Grund für die Reisen. Nach ihrem Eindruck seien oft 20 oder 30 Fans bei den Trainingslagern dabei. Die bisherigen Einheiten in Kitzbühel bewertet sie aus ihrer Beobachterrolle zurückhaltend, sagt aber, die Spieler wirkten motiviert.

Beate (62) und Bernd (69) kamen nach eigener Darstellung eher zufällig zu ihrem ersten Trainingslager-Besuch. Während eines Urlaubs in der Region seien sie 2004 auf die letzten Tage des Berliner Aufenthalts gestoßen. Seitdem fahren sie nach eigenen Angaben mit, wenn Hertha in der Gegend trainiert. Bernd beschreibt vor allem die tägliche Beobachtung der Einheiten als interessant, weil dabei sichtbar werde, wie konzentriert die Mannschaft arbeite. Beate erinnert sich unter anderem an einen Fanabend, bei dem neue Spieler Karaoke sangen.

Autor:

Anouar Touir aus Ludwigshafen

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