Fußball-WM 2026: Merino trifft wieder spät, Spanien im Halbfinale

Mikel Merino: Spanien jubelt nach dem späten 2:1 gegen Belgien über den Einzug ins WM-Halbfinale. | Foto: Nopphon/stock.adobe.com
  • Mikel Merino: Spanien jubelt nach dem späten 2:1 gegen Belgien über den Einzug ins WM-Halbfinale.
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Fußball-WM 2026. Spanien steht erstmals seit 2010 wieder im Halbfinale einer Weltmeisterschaft. Gegen Belgien fiel das 2:1 erst in der 88. Minute, als Mikel Merino erneut als Joker zuschlug.

Der Mittelfeldspieler, der inzwischen bei Arsenal unter Vertrag steht, brauchte nach seiner Einwechslung gerade einmal 115 Sekunden und traf mit seinem zweiten Ballkontakt zum Sieg. „Wie soll es mir gehen? Ich bin sehr glücklich, sehr zufrieden. Ich habe es einmal gemacht und da habe ich gedacht, es kommt nicht nochmal vor. Und jetzt noch einmal. Es gibt keine Zufälle, oder? Es ist wieder passiert. Ich bin sehr, sehr glücklich", sagt Merino.

Fußball-WM 2026: Merinos Serie in K.o.-Spielen

Für Merino war es bereits das dritte Siegtor in einer K.o.-Runde bei einem großen Turnier. Nach dem Treffer in der 119. Minute bei der EM 2024 gegen Deutschland und dem späten Tor gegen Portugal (90.+1) entschied er nun auch das Viertelfinale gegen Belgien.

Nach dem Spiel blickte Merino schon nach vorn: „Ich hoffe, schon. Wir werden sehen, was passiert. Wir haben noch zwei Spiele, die anstehen, um Weltmeister zu werden", sagte er mit Blick auf den weiteren WM-Weg.

Belgien verliert Courtois, Lammens patzt vor dem 2:1

Bitter für Belgien: Torhüter Thibaut Courtois verletzte sich rund 20 Minuten vor Schluss und verließ unter Tränen den Platz. Sein Stellvertreter Senne Lammens, der im Klub für Manchester United spielt, ließ vor dem entscheidenden Treffer einen Distanzschuss von Pau Cubarsi abprallen, Merino verwertete.

Tabea Kemme, Expertin bei MagentaTV, ordnete die Szene so ein: „Er (Lammens) hat vorher nur zwei Länderspiele gehabt und das waren Testspiele. WM-K.O.-Runde war auch neu für ihn. Das ist für alle neu gewesen. Da gilt es, sich zu sortieren, ihm das Leben leicht zu machen, einfache Bälle zu spielen. Aber sowas wie den Schuss von Cubarsi musst du vorher schon wegverteidigen. Dann kommt es nicht zu dieser Situation."

Halbfinale gegen Frankreich live bei MagentaTV

Im Halbfinale trifft Spanien am Dienstag ab 19.30 Uhr live bei MagentaTV auf Frankreich, das sich 2:0 gegen Marokko durchsetzte. Kemme erwartet ein intensives Duell: „Ein Zuckerschlecken, diese Begegnung, weil du so viele Impulse hast, so viele Elemente. Beide verteidigen schnell und ziehen schnell das Offensivspiel auf. Das kann ein richtig schönes, temporeiches Spiel werden. Spanien hat die Stärke, dass die den Ball bei der Spielgestaltung in den Fuß spielen. Signifikant für die Franzosen ist, dass sie den Ball ins Tempo, in den Lauf bringen können. Das ist für mich das Wesentliche an Unterschieden zwischen den beiden Mannschaften." [red]

Autor:

Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern

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