Frauen-Bundesliga: Diese Transfers betreffen DFB-Spielerinnen
- Vor dem Start der neuen Saison in der Frauen-Bundesliga wechseln mehrere deutsche Nationalspielerinnen den Verein.
- Foto: Anouar Touir
- hochgeladen von Anouar Touir
Transfermarkt. Nach der erfolgreichen Qualifikation für die WM 2027 in Brasilien richtet sich der Blick im deutschen Frauenfußball auf die neue Saison. Vor dem Start der Frauen-Bundesliga zwischen dem 21. und 24. August stehen mehrere Nationalspielerinnen vor einem Vereinswechsel.
Frankfurt und Union Berlin im Fokus
Lisanne Gräwe verlässt Eintracht Frankfurt und wechselt zum 1. FC Union Berlin. Die 23 Jahre alte Mittelfeldspielerin gehörte in den vergangenen drei Jahren in Frankfurt regelmäßig zum Aufgebot und kam pro Saison auf mindestens 20 Einsätze in der Bundesliga.
Auch Jella Veit wechselt von Frankfurt nach Berlin. Die 21 Jahre alte Innenverteidigerin verlängerte ihren auslaufenden Vertrag nicht. Veit debütierte im März für die deutsche Nationalmannschaft und war zuletzt auf Abruf nominiert.
Eintracht Frankfurt muss damit mehrere Leistungsträgerinnen ersetzen. Neben Gräwe und Veit verlassen auch Elisa Senß, Nicole Anyomi sowie die Schweizerinnen Geraldine Reuteler und Nadine Riesen den Klub.
Auf der Zugangsseite hat Frankfurt bereits reagiert. Vom SV Werder Bremen kommt Larissa Mühlhaus. Die 23-Jährige war mit 17 Treffern Torschützenkönigin der vergangenen Bundesliga-Saison. Zudem kehrt Paulina Krumbiegel aus Italien von Juventus Turin in die Frauen-Bundesliga zurück und schließt sich der Eintracht an.
Wolfsburg baut um, Leverkusen und Freiburg reagieren
Beim VfL Wolfsburg endet eine Ära: Alexandra Popp verlässt den Klub nach 14 Jahren und wechselt zu Borussia Dortmund. Außerdem gehen Vivien Endemann zum FC Liverpool und Lineth Beerensteyn.
Neu nach Wolfsburg kommt Giovanna Hoffmann von RB Leipzig. Die Nationalstürmerin arbeitet nach einem Kreuzbandriss an ihrem Comeback. Ebenfalls verpflichtet wurde Mittelfeldspielerin Katharina Piljic von Bayer 04 Leverkusen.
Leverkusen wiederum hat mehrere Zugänge vorgestellt, darunter die frühere Nationalspielerin Carolin Simon vom FC Bayern München. Hinzu kommen Marlene Müller, Maja Sternad, Natasha Kowalski, Paulina Platner und Emily Wallrabenstein.
Beim SC Freiburg lag der Schwerpunkt der Planungen auf der Torhüterinnen-Position. Wegen der Schwangerschaft von Laura Benkarth und des Abgangs von Rebecca Adamczyk wurden Lina von Schrader und Lorena Barth verpflichtet. Außerdem kommt Offensivspielerin Amira Arfaoui. Svenja Fölmli verlässt Freiburg und schließt sich der TSG Hoffenheim an.
Auch Stuttgart, Bayern und Bremen verstärken sich
Aufsteiger VfB Stuttgart setzt vor seiner ersten Bundesliga-Saison nach drei Aufstiegen in Serie auf Erfahrung. Neu sind unter anderem die frühere Nationalspielerin Chantal Hagel, Greta Stegemann, Julia Mickenhagen, Verena Wieder und die vom FC Bayern München ausgeliehene Luzie Zähringer.
Beim FC Bayern halten sich die Veränderungen bislang in Grenzen. Fest stehen die Verpflichtungen von Torhüterin Regina van Eijk von Ajax Amsterdam sowie von Nachwuchsspielerin Kassandra Potsi von der SGS Essen. Georgia Stanway wird den Münchner Klub verlassen.
Der SV Werder Bremen muss einen größeren Umbruch bewältigen und mehrere Abgänge auffangen. Neu kommen unter anderem Felicia Sträßer, Elena Mühlemann, Isabella Jaron und Lilli Purtscheller. Auch der 1. FC Köln hat personell nachgelegt, unter anderem mit Beke Sterner, Alina Kerschbaumer, Elise Stenevik und Pauline Nelles.
Der Überblick zeigt: Viele Wechsel betreffen Nationalspielerinnen oder Spielerinnen mit Bundesliga-Erfahrung. Damit dürften die Kader vieler Erstligisten vor der neuen Saison deutlich verändert in den Spielbetrieb gehen.
Autor:Anouar Touir aus Ludwigshafen |