Finale im DFB-Pokal: VfB Stuttgart trifft Bayern ohne Neuer
- Harry Kane und die Bayern wollen auch in Berlin eine Trophäe in die Höhe stemmen. (Archivbild)
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Stuttgart. Der VfB Stuttgart kann am Samstag, 23. Mai, im DFB-Pokalfinale erneut Geschichte schreiben. Im Berliner Olympiastadion trifft der Titelverteidiger um 20 Uhr auf den FC Bayern München. Die Münchner müssen dabei auf ihren Kapitän Manuel Neuer verzichten.
Der 40 Jahre alte Torhüter fällt wegen muskulärer Probleme in der linken Wade aus. Nach Angaben von Bayerns Sportvorstand Max Eberl soll dadurch jedoch die geplante Teilnahme an der Weltmeisterschaft nicht gefährdet sein. Ein Einsatz im Finale wäre mit zu großem Risiko verbunden gewesen.
Für Neuer wird erneut Jonas Urbig im Tor stehen. Trainer Vincent Kompany betonte vor dem Endspiel, dass der Vertreter seine Rolle bereits mehrfach in dieser Saison erfüllt habe. Der Druck liege nicht allein auf dessen Schultern.
VfB geht selbstbewusst ins Finale
Beim VfB Stuttgart ist die Ausgangslage klar. Die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß reist als Titelverteidiger an, sieht sich gegen den Rekordpokalsieger Bayern aber in der Rolle des Außenseiters.
Nationalstürmer Deniz Undav sprach von einem befreiten Auftritt. Nach der Last Minute Qualifikation für die Champions League gehe das Team mit Selbstvertrauen ins Endspiel. In einem einzelnen Spiel könne alles passieren.
Vor einem Jahr gewann Stuttgart das Finale gegen Arminia Bielefeld mit 4 zu 2. Es war der bisher größte Erfolg der Hoeneß Ära.
Bayern mit mehr Druck im Endspiel
Für den FC Bayern steht dagegen viel auf dem Spiel. Nach dem Halbfinal Aus in der Champions League gegen Paris würde eine Niederlage im Pokal einen bitteren Beigeschmack hinterlassen. Torjäger Harry Kane sprach davon, dass bei einem Club wie Bayern zwei Titel das Minimum seien.
Sportvorstand Eberl formulierte das Ziel deutlich. Der Rekordpokalsieger wolle unbedingt das Double holen.
Die bisherigen Duelle in dieser Saison sprechen allerdings für die Münchner.
- Supercup Sieg der Bayern mit 2 zu 1
- Bundesliga Hinspiel 5 zu 0 für München
- Bundesliga Rückspiel 4 zu 2 für München
Trotz dieser Bilanz erwartet Bayern Trainer Kompany ein enges Spiel. Nach der Meisterfeier müsse die Mannschaft den Fokus schnell wiederfinden.
Besondere Bühne für mehrere VfB Spieler
Für einige Stuttgarter Profis besitzt das Finale zusätzliche Bedeutung. Torhüter Alexander Nübel trifft auf seinen Stammverein Bayern und könnte sein letztes Spiel für den VfB bestreiten. Auch Spieler wie Chris Führich oder Maximilian Mittelstädt stehen nach der Nicht Nominierung für die Weltmeisterschaft besonders im Blick.
Undav setzt vor allem auf die Chance eines einzelnen Spiels. Wenn Stuttgart über 90 Minuten dagegenhalte, könne der Titel erneut nach Baden Württemberg gehen.
Für beide Vereine wäre der Pokalsieg der krönende Abschluss einer erfolgreichen Saison. Der größere Druck liegt jedoch bei den Bayern. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |