FC Bayern mit Comebacks in der Frauen-Bundesliga
- Giulia Gwinn traf bei ihrem Comeback für den FC Bayern; auch Lena Oberdorf kehrte nach langer Pause zurück.
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Fußball. Der FC Bayern München hat am 2. Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga gegen den 1. FSV Mainz 05 gewonnen. Beim 2:0 (1:0) am ausverkauften FC Bayern Campus standen vor 2500 Zuschauerinnen und Zuschauern zwei Rückkehrerinnen im Mittelpunkt: Giulia Gwinn traf bei ihrem Comeback, Lena Oberdorf wurde nach elf Monaten Zwangspause wieder eingewechselt.
Der Doublesieger ist damit seit 44 Partien in der höchsten deutschen Spielklasse ungeschlagen und stellte nach Angaben des DFB seine eigene Bestmarke ein. Für Mainz war es das erste Ligaspiel gegen den FC Bayern. Der Aufsteiger blieb nach der zweiten Niederlage im zweiten Saisonspiel ohne Punkt.
Gwinn trifft bei Rückkehr
Giulia Gwinn war nach einer überstandenen Schulteroperation in die Startelf zurückgekehrt. Die DFB-Kapitänin erzielte in der 38. Minute die Führung für die Gastgeberinnen. Klara Bühl flankte von rechts, Linda Dallmann legte am zweiten Pfosten quer, Gwinn schloss aus kurzer Distanz ab.
Vor der Pause hatte Bayern das Spiel weitgehend kontrolliert, kam gegen die tief stehenden Mainzerinnen aber zunächst nur zu wenigen klaren Chancen. Linda Dallmann zielte zweimal knapp vorbei, Momoko Tanikawa, Jovana Damnjanovic und Pernille Harder verpassten weitere Möglichkeiten.
Oberdorf nach Kreuzbandriss zurück
In der zweiten Halbzeit kam Lena Oberdorf erstmals seit ihrem zweiten Kreuzbandriss wieder zum Einsatz. Bei Sport1 sagte sie: „Es war ein unbeschreibliches Gefühl, wieder auf dem Platz zu stehen. Bei meiner Einwechslung hatte ich Tränen in den Augen.“
Gwinn sprach ebenfalls von einem emotionalen Moment: „Wir freuen uns alle riesig, dass Obi wieder dabei ist.“ Zu ihrem eigenen Comeback sagte sie, sie sei froh, wieder spielen zu können; mit einem Tor habe sie nicht unbedingt gerechnet.
Mainz hält lange dagegen
Bayern blieb auch nach der Pause spielbestimmend. Katharina Naschenweng, Harder, Tanikawa und die eingewechselte Alara Sehitler kamen zu Abschlüssen, verpassten aber zunächst die Entscheidung. In der Nachspielzeit traf Vanessa Gilles nach einer Ecke von Klara Bühl per Kopf zum 2:0.
Bayern-Trainer José Barcala sagte, seine Mannschaft habe viele Chancen herausgespielt, nach der Pause sei das Tempo etwas gesunken. Mainz-Trainer Takashi Yamashita lobte die Arbeit und den Einsatz seines Teams und sprach von einem Schritt nach vorn.
Im Vergleich zum Auftaktspiel hatte Barcala nur eine Änderung vorgenommen: Gwinn ersetzte Stine Ballisager, die wegen einer Oberschenkelverletzung fehlte. Außerdem fielen Anna Klink, Franziska Kett und Sarah Zadrazil weiter aus. Bei Mainz begannen Kara Bathmann und Lara Martin für Akari Kurishima und Vital Kats. Nach Angaben des DFB fehlte den Gästen nur Nicola Hauk wegen einer Sprunggelenkverletzung.
Erst nach dem zweiten Bayern-Tor kam Mainz zur gefährlichsten Offensivaktion: Kapitänin Johanna Berg schoss aus 20 Metern knapp über das Tor.
Autor:Anouar Touir aus Ludwigshafen |