Fanprotest beim Pokalfinale mit VfB Stuttgart: Pyro stoppt Spiel
- Fans protestieren beim Pokalfinale gegen den DFB.
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Berlin. Eine Spielunterbrechung und massive Pyrotechnik haben das DFB Pokalfinale mit Beteiligung des VfB Stuttgart im Berliner Olympiastadion überschattet.
Fans des VfB Stuttgart und des FC Bayern München protestierten gemeinsam gegen den Deutschen Fußball Bund. In den ersten Minuten der zweiten Halbzeit skandierten beide Fanlager lautstark Sprechchöre. Auch Transparente richteten sich gegen den Verband.
Ein großes Banner mit einem durchgestrichenen DFB Wappen wurde einmal um den Unterrang des Stadions getragen. Darauf standen die Worte „Kläger Richter Henker“. Kritisiert wurden unter anderem hohe Ticketpreise für das Endspiel sowie aus Sicht vieler Anhänger harte Strafen bei Fanvergehen.
Pyrotechnik führt zu Spielunterbrechung
Kurz nach dem 1.0 Führungstreffer der Bayern durch Harry Kane zündeten Fans in beiden Kurven zahlreiche pyrotechnische Gegenstände. Dichte Rauchschwaden zogen über das Spielfeld.
Schiedsrichter Sven Jablonski unterbrach die Partie mehrere Minuten lang. Erst nachdem sich der Rauch verzogen hatte konnte das Spiel fortgesetzt werden.
Über die Stadionlautsprecher wurden Zuschauer mit Augenreizungen oder anderen gesundheitlichen Beschwerden aufgefordert, sich an Sanitäter und medizinisches Personal zu wenden.
Der Deutsche Fußball Bund reagierte noch während der Partie auf die Ereignisse. Der Verband erklärte, eine lebendige Fankultur sei willkommen. Diese dürfe jedoch nicht dazu führen, dass Fanblöcke über Spielunterbrechungen oder sogar Spielabbrüche entscheiden. Die Vorfälle sollen nach dem Finale ausgewertet werden. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |