Eintracht Frankfurt zieht Bilanz nach Sieg im Rhein-Main-Duell
- Eintracht Frankfurt: Nach dem Rhein-Main-Duell gegen Mainz ordneten Verantwortliche und Spieler die Partie ein.
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Frankfurt. Eintracht Frankfurt hat nach dem Auswärtssieg im Rhein-Main-Duell gegen den 1. FSV Mainz 05 die verbesserte Defensivarbeit und das geschlossene Auftreten hervorgehoben. In den vom Verein veröffentlichten Stimmen sprachen Sportvorstand Markus Krösche, Cheftrainer Adi Hütter sowie Robin Koch und Can Uzun von einem wichtigen Schritt nach der Kritik in der Vorwoche.
Krösche sieht stabileres Auftreten
Sportvorstand Markus Krösche verwies vor allem auf weniger Fehler und eine kompaktere Spielweise. Die Mannschaft habe besser verteidigt, etwas tiefer gestanden und gut umgeschaltet. Auch die eingewechselten Spieler hätten ihre Aufgaben erfüllt. Krösche ordnete den Erfolg als wichtigen Sieg ein, betonte aber zugleich, es sei „auch nicht mehr“ gewesen.
Nach seiner Einschätzung habe die Eintracht genau jene individuellen Fehler vermieden, die das vorherige Spiel gekostet hätten. Insgesamt sei die Leistung „ein Schritt in die richtige Richtung“.
Hütter lobt Reaktion der Mannschaft
Cheftrainer Adi Hütter sprach von einem „starken Statement“ nach der Kritik der Vorwoche. Als Knackpunkt nannte er die Phase kurz vor der Pause mit dem gehaltenen Elfmeter von Noah Atubolu und dem Tor von Jonny Burkardt. In einzelnen Situationen habe seine Mannschaft auch Glück gehabt, sagte Hütter, hob aber den Einsatz jedes Spielers hervor.
Der Sieg sei für die Mannschaft und die Fans wichtig gewesen. Hütter sagte zudem, die Eintracht habe das Rhein-Main-Duell auch „für die Eintracht-Familie“ gewonnen.
Koch betont Mentalität und Ergebnis
Robin Koch stellte nach dem Spiel den Ergebnisgedanken in den Vordergrund. In der Halbzeit sei klar gewesen, dass es nicht in erster Linie um eine besonders starke zweite Halbzeit gehe, sondern um den Sieg. Die Mannschaft sei erwachsener und geschlossener aufgetreten.
Koch sagte, die Eintracht müsse in jedem Spiel an ihre Grenzen gehen. 90 oder 95 Prozent könne sich die Mannschaft nicht erlauben. Diesmal habe sie es geschafft, über 90 Minuten bei 100 Prozent zu sein. Ein Spiel ohne Gegentor wäre aus seiner Sicht schöner gewesen, entscheidend seien aber die drei Punkte und die gezeigte Mentalität.
Uzun spricht von Vertrauen des Trainers
Can Uzun sagte, die Mannschaft habe über 90 Minuten gezeigt, was ihr in der Vorwoche nur eine Halbzeit lang gelungen sei. Nach dem letzten Spiel sei aus seiner Sicht zu schnell negativ über das Team gesprochen worden. Die Mannschaft habe zeigen wollen, dass diese Kritik in dieser Form nicht verdient gewesen sei.
Zu seinem Treffer erklärte Uzun, er habe zwar schon schönere Tore erzielt, nehme solche Abschlüsse nach Vorarbeit seiner Mitspieler aber gerne mit. Der Trainer gebe ihm Vertrauen, das er zurückzahlen wolle.
Mainz-Trainer Fischer erkennt Niederlage an
Urs Fischer, Cheftrainer des 1. FSV Mainz 05, sprach von einem verdienten Sieg für Eintracht Frankfurt. Seine Mannschaft habe eine schlechte erste Halbzeit gespielt. Es hätten Tugenden gefehlt, die im Fußball an jedem Wochenende auf den Platz gehören, besonders bei Intensität, Aggressivität und Griffigkeit.
Der Elfmeter hätte das Momentum trotz schwacher erster Hälfte noch verändern können, sagte Fischer. Die zweite Halbzeit sei deutlich besser gewesen. Wenn eine Mannschaft nur eine Halbzeit hinbekomme, werde es schwierig, ein Bundesligaspiel zu gewinnen. Nach der Niederlage gehe es darum, nach vorne zu schauen und es am nächsten Wochenende besser zu machen.
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |