Eintracht Frankfurt vor Duell mit Union Berlin
- Eintracht Frankfurt richtet den Blick auf das Auswärtsspiel bei Union Berlin.
- Foto: Anouar Touir
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Fußball. Eintracht Frankfurt blickt auf das Auftaktduell mit dem 1. FC Union Berlin. Bei den Berlinern hat Mauro Lustrinelli die Trainerbank übernommen. Für den 50-jährigen Schweizer, der den FC Thun vergangene Saison als Aufsteiger zur Schweizer Meisterschaft führte, ist die Bundesliga Neuland.
Union Berlin unter neuem Trainer
Lustrinelli kündigte bei seiner Vorstellung an, offensiv nach vorne spielen zu wollen, „mit Dynamik, Energie und Leidenschaft“. Vor dem Spiel gegen die Hessen sagte er, Frankfurt spiele „sehr offensiven Fußball“. Er erwarte eine Partie mit „viel Hin und Her“, entscheidend werde aus seiner Sicht sein, welche Mannschaft mehr investiere.
Die Einordnung passt zur vergangenen Saison seines früheren Klubs FC Thun: 80 erzielte Tore bedeuteten gemeinsam mit den Young Boys Bern den Ligabestwert. Taktisch setzt Lustrinelli auf eine Viererkette, häufig in einem 4-4-2-System. So trat Union auch beim Sieg gegen Eintracht Braunschweig in der ersten DFB-Pokalhauptrunde an.
Eintracht-Cheftrainer Adi Hütter sieht Parallelen in der Grundordnung beider Mannschaften, aber Unterschiede in der Spielanlage. Er erwartet Union mit „schnörkellosem und geradlinigem Fußball“ und schnellen Aktionen nach vorne.
Personal: Diese Spieler fehlen
In der Berliner Startformation gilt Leopold Querfeld als gesetzt. Der Innenverteidiger hatte laut Eintracht-Angaben in der vergangenen Saison mit 80 Prozent die beste Passquote bei Union. Vor Torhüter Matheo Raab, der für den angeschlagenen früheren Frankfurter Frederik Rönnow spielen könnte, soll Querfeld die Abwehr organisieren. Neben ihm wird Zeno Van Den Bosch erwartet, der im Sommer ablösefrei von Royal Antwerpen kam.
Im Mittelfeldzentrum ist Aljoscha Kemlein ein Fixpunkt. Für die Offensive nennt die Eintracht mehrere Optionen: Marin Ljubicic, Emmanuel Latte Lath, Livan Burcu, Woo-Yeong Jeong und Michael Aebischer. Andrej Ilic, in der vergangenen Saison mit fünf Toren und neun Vorlagen Topscorer der Eisernen, ist angeschlagen.
Eintracht Frankfurt muss auf Ansgar Knauff, Hugo Larsson, Ritsu Doan, Nnamdi Collins und Jessic Ngankam verzichten. Union Berlin wird voraussichtlich ohne Oliver Burke, Andrej Ilic, Stanley Nsoki, Robert Skov und Marvin Friedrich auskommen müssen.
Ljubicic mit starkem Pokal-Auftritt
Marin Ljubicic machte zum Pflichtspielauftakt im DFB-Pokal gegen Eintracht Braunschweig auf sich aufmerksam. Der Kroate wurde in der 62. Minute eingewechselt, bereitete kurz darauf das 2:2 vor und erzielte anschließend die Treffer zum 3:2 und 4:2. Trainer Lustrinelli sagte danach, Ljubicic habe hart gearbeitet und als Stürmer die Arbeit des Teams belohnt.
Ljubicic war im Winter 2025 von LASK nach Berlin gewechselt und kam in der Rückrunde der Saison 2024/25 auf 13 Bundesligaeinsätze. Nach einer für ihn persönlich schwierigen Hinrunde der Folgesaison mit zwei Einsätzen folgte eine Leihe zu Fortuna Düsseldorf. Seit dem Sommer spielt der 24-Jährige wieder für Union.
Statistiken und Verbindungen
In der vergangenen Bundesligasaison erzielte Union Berlin 16 Prozent seiner Treffer von außerhalb des Strafraums. Das war gemeinsam mit dem SV Werder der höchste Anteil der Liga. Zu Hause im Stadion An der Alten Försterei kam Union in der Saison 2025/26 auf fünf Heimsiege. Das erste Heimspiel einer neuen Saison gewannen die Berliner in den vergangenen vier Fällen jeweils.
Frederik Rönnow spielte von 2018 bis 2021 für Eintracht Frankfurt. Robin Koch und Janik Haberer haben eine gemeinsame Vergangenheit beim SC Freiburg. Auch Eintracht-Zugang Noah Atubolu kennt Haberer aus dem Breisgau. Livan Burcu ist gebürtiger Frankfurter und spielte in der Eintracht-Jugend.
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |