Eintracht Frankfurt stellt neuen Torhüter vor

Eintracht Frankfurt hat Torhüter Noah Atubolu als Neuzugang vorgestellt. | Foto: Anouar Touir
  • Eintracht Frankfurt hat Torhüter Noah Atubolu als Neuzugang vorgestellt.
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Frankfurt. Eintracht Frankfurt hat Torhüter Noah Atubolu als Neuzugang vorgestellt. Der 24-Jährige verlässt damit erstmals in seiner Laufbahn Freiburg, wo er aufgewachsen ist und seine bisherige sportliche Karriere verbracht hat. Zu seinem Start in Frankfurt sagte Atubolu nach Vereinsangaben: „Ich bin sehr froh, hier zu sein, und kann es kaum erwarten, bei Eintracht Frankfurt loszulegen. Ich kenne die Stadt, den Klub und das Stadion und habe die Spiele hier immer als etwas Besonderes erlebt.“

Prägung in Freiburg

Atubolu stammt aus dem Freiburger Stadtteil Weingarten. In der Vereinsdarstellung wird seine enge Verbindung zu dem Viertel hervorgehoben. In einem Instagram-Video des vergangenen August war zu sehen, dass der Torhüter 28 Kindern und Jugendlichen sowie deren Familien einen elftägigen Urlaub in Spanien ermöglicht hatte. Bei einem Nachtreffen im Kinder- und Jugendzentrum sagte er demnach, er habe seine ganze Kindheit dort verbracht.

Atubolus Eltern stammen aus Nigeria. Über seine Kindheit spricht der Torhüter positiv, verweist aber auch auf schwierige Bedingungen: „Wir hatten es nicht einfach zuhause, hatten sehr wenig Geld“, wird er zitiert. Seine ersten Stationen im Fußball waren die Sportfreunde Eintracht Freiburg und der Freiburger FC, bevor er zum SC Freiburg wechselte.

Ausbildung beim SC Freiburg

Mit 13 Jahren kam Atubolu in die Freiburger Fußballschule. Dort durchlief er die Jugendmannschaften des SC Freiburg. Sein erstes Spiel in der U19-Bundesliga gewann er mit Freiburg 1:0 gegen Eintracht Frankfurt. In seinen beiden Spielzeiten in der U19 war er Stammtorhüter, in der zweiten Saison auch Kapitän.

Anschließend spielte Atubolu für die Freiburger U23. In der Regionalliga-Saison 2020/21 wurde er mit der Mannschaft Meister, danach folgten zwei Spielzeiten in der Dritten Liga. Sein Profidebüt für den SC Freiburg gab er im DFB-Pokal beim 2:1 nach Verlängerung gegen St. Pauli. Wenig später kam er auch in der UEFA Europa League beim Auswärtsspiel gegen Qarabag Agdam in Baku zum Einsatz.

Zum Abschluss einer späteren Saison saß Atubolu beim 1:2 des SC Freiburg in Frankfurt als nominelle Nummer zwei hinter Mark Flekken auf der Bank. Die Eintracht zog durch dieses Spiel in den Europapokal ein.

Erfahrung in Bundesliga und Europa

Nach Flekkens Wechsel zum Brentford FC stieg Atubolu beim SC Freiburg zur Nummer eins auf. In den folgenden Jahren absolvierte er nach Vereinsangaben alle 25 internationalen Spiele der Freiburger. In der Bundesliga kam er in zwei Spielzeiten ohne Fehltag auf insgesamt 94 Partien. Mit dem Sport-Club erreichte er im DFB-Pokal zweimal das Halbfinale, stand in diesem Wettbewerb bislang aber nur fünfmal im Tor.

Auch im DFB-Bereich war Atubolu früh vertreten. Bereits in der U15 spielte er sich in den Kreis der Nachwuchsnationalmannschaften, später wurde er in der U21 zur festen Größe. Bei den Europameisterschaften 2023 und 2025 stand er im Tor; bei der zweiten erreichte er mit Ansgar Knauff, Elias Baum und Nnamdi Collins das Finale, das Deutschland gegen England mit 2:3 nach Verlängerung verlor. Für den A-Kader wurde Atubolu erstmals von Julian Nagelsmann nominiert, blieb bislang aber ohne Einsatz. Auf DFB-Ebene wurde er zudem mit der Fritz-Walter-Medaille in Bronze ausgezeichnet.

Autor:

Ralf Vester aus Kaiserslautern

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