Dreierpack beim VfB Stuttgart: Demirovic setzt klares Zeichen
- Vollstrecker und Vorbereiter: Ermedin Demirovic (2. von rechts) herzt Deniz Undav
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Stuttgart. Die Fans des VfB Stuttgart können vor dem Bundesliga-Spiel bei der TSG Hoffenheim wieder auf mehr Durchschlagskraft im Angriff hoffen. Beim 3:1 gegen Viking Stavanger am 9. September hat Ermedin Demirovic mit drei Treffern ein klares Zeichen gesetzt. Deniz Undav blieb zwar ohne eigenes Tor, bereitete aber zwei Treffer vor und zeigte seine bislang stärkste Saisonleistung.
Demirovic trifft dreimal und schreibt VfB-Geschichte
Der 28 Jahre alte Angreifer wurde zum entscheidenden Mann des Stuttgarter Champions-League-Auftakts. Drei Tore in einem Spiel der Königsklasse hatte zuvor noch kein Profi des VfB Stuttgart erzielt. „Ein Tag, den ich in meinem Leben nicht vergessen werde“, sagte Demirovic nach der Partie gegen den norwegischen Meister.
Trainer Sebastian Hoeneß sprach von einem „Riesenlob“ für den Stürmer. Demirovic ließ sich den Spielball von den Teamkollegen signieren und nahm ihn mit nach Hause. Auch ein Selfie mit der Man-of-the-Match-Trophäe gehörte zu diesem Abend, der dem VfB nach mehreren Diskussionen um seine Offensive spürbar Rückenwind gibt.
Undav bleibt ohne Tor, liefert aber zwei Vorlagen
Auch Deniz Undav war für Stuttgart wichtig, obwohl er weiter auf sein erstes Saisontor wartet. „Zwei Tore vorzulegen, ist auch nicht selbstverständlich“, sagte Demirovic über seinen Offensivpartner. Undav habe das Spiel „mitgesteuert“, sagte Sportchef Fabian Wohlgemuth.
Der 30-Jährige steht beim VfB besonders im Fokus, seit er im Sommer die Kapitänsbinde übernommen hat. Er ist ein Gesicht des Vereins, reißt viele Fans mit und polarisiert zugleich. Hoeneß hatte Undav zuletzt deutlich verteidigt. Gegen Stavanger zeigte der Nationalspieler eine klare Leistungssteigerung.
Hoffenheim wartet am Samstag
Der Sieg gegen Stavanger dürfte den Stuttgartern Mut machen, auch wenn die Defensive mehrfach wackelte. In der Bundesliga wartet nun ein schwieriges Auswärtsspiel bei der TSG 1899 Hoffenheim. Die Partie wird am Samstag, 12. September, um 15.30 Uhr angepfiffen.
Für den VfB wird dort wichtig, ob die Offensive die neue Energie bestätigen kann. Demirovic hat mit seinem Dreierpack Ansprüche angemeldet. Undav zeigte als Vorbereiter, dass er auch ohne eigenes Tor großen Einfluss auf das Stuttgarter Spiel haben kann.
Konkurrenzkampf im Angriff bleibt offen
Stuttgart hat in der Offensive inzwischen mehrere Optionen. Neben Demirovic und Undav drängt auch Dzenan Pejcinovic in die Startelf. Der Neuzugang aus Wolfsburg hatte im DFB-Pokal beim 4:0 gegen Hansa Rostock ebenfalls dreimal getroffen, saß gegen Stavanger aber zunächst auf der Bank.
Demirovic stand in dieser Saison erstmals von Beginn an auf dem Platz. Es habe sich „etwas angestaut“, räumte er ein. Auf die Konkurrenzsituation angesprochen sagte er: „Mir geht's am Hintern vorbei, wer mein Konkurrent ist oder wie auch immer.“ Entscheidend sei die Qualität der Mannschaft. „Egal, wer von uns spielt, haben wir richtig Qualität auf dem Platz“, sagte Demirovic. Innerhalb des Teams sei vom Sticheln von außen nichts zu sehen. dpa/red
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |